Ein Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Ebendorf ist im Juli auf einer Einsatzfahrt verunglückt. Die Gemeinde will das verunfallte Fahrzeug 2011 ersetzen. Auf Grundlage einer Risikoanalyse denkt sie mittelfristig über die Anschaffung eines Hubrettungsfahrzeuges nach. Vorgezogen wurde jetzt die Anschaffung eines Rettungssatzes für die Ebendorfer Wehr. Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff hat ihn zu Wochenbeginn den dortigen Kameraden übergeben.

Ebendorf. Franz-Ulrich Keindorff würdigte die Übergabe als wichtigen Schritt zur Erhöhung die Einsatzbereitschaft der Ortswehr Ebendorf und damit der gesamten Gemeindewehr. Die Anschaffung des neuen Rettungssystems kostete 20 000 Euro. Die Mittel werden zusätzlich aus dem Gemeindehaushalt 2010 bereit gestellt. Gemeindewehrleiter Patrick Säuberlich informierte den Bürgermeister bei der Übergabe über Details der einzelnen Gerätschaften. Ausgestattet ist der Rettungssatz neben einem Kettenzug und einem Teleskop-Rettungszylinder mit einer hydraulisch betriebenen Schere und einem Spreizaggregat. Damit lassen sich zum Beispiel nach einem Autounfall schwer deformierte Karosserieteile aufschneiden oder Fahrzeugtüren aufdrücken. Der Vorteil solcher hydraulischen Rettungsgeräte liegt in einer sehr präzisen, funkenfreien und nahezu lautlosen Anwendung. So wird unnötiger, psychisch belastender Lärm bei der Rettung von Verunglückten vermieden. Ebenso werden Verletzte durch das erschütterungsfreie Arbeiten, das die Geräte ermöglichen, geschont. "Die Anlage ist das modernste und leistungsfähigste Rettungssystem, das derzeit auf dem Markt erhältlich ist", so Patrick Säuberlich.

Was die Ersatzbeschaffung des im Sommer verunfallten Tanklöschfahrzeuges der Ebendorfer Kameraden anbelangt, wurde dem Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsplanung für das folgende Kalenderjahr vorgeschlagen, sie 2011 vorzunehmen. Die jetzt vorgezogene Anschaffung des Rettungssatzes verbessert die Einsatzbereitschaft der Ortswehr Ebendorf ab sofort.