Wolmirstedt. Wie sich doch die Bilder gleichen: Vor exakt 364 Tagen machte sich die Volksstimme auf den Weg, um die Wolmirstedter nach ihren guten Vorsätze für das neue Jahr zu befragen. Das Problem damals wie heute, Schnee und kein Ende. So dass der beliebte Neujahrsgruß, nämlich einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen, nur sehr spärlich zu vernehmen war. Schlussfolgerung: Warum als Redakteur auf spiegelglatten Straßen herumrutschen, wenn man auch telefonieren kann. Und zur eigenen Ehrenrettung, alle Gesprächspartner hatten frei, waren zu Hause telefonisch zu erreichen.

So zum Beispiel Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander, der erst in der zweiten Januar-Woche seinen verantwortungsvollen Dienst wieder aufnimmt. Auf die Frage, was er sich für das Jahr 2011 wünscht, stand die Gesundheit an erster Stelle. Um es gleich vorwegzunehmen, auch alle anderen Gesprächspartner (alle über 50 und älter) antworteten gleichlautend. Doch dann wünschte sich der Bürgermeister nicht nur für seine Familie, sondern für alle Wolmirstedter, dass sie zufrieden das neue Jahr angehen, "und ich denke wir sind auf einem guten Weg". Entscheidend helfen kann da, so ließ Dr. Zander wissen, wenn mehr Sachlichkeit in den Auseinandersetzungen im Stadtrat einziehen würde.

Das sieht der Vorsitzende des Stadtrates, Gerald Zimmermann, ähnlich. Er ist sich aber absolut sicher, dass beide, nämlich Stadtverwaltung und Stadtrat, künftig stärker aufeinander zugehen müssen, "ohne, dass einer dem anderen den ,Schwarzen Peter‘ zuschiebt, soll auf Dauer etwas verändert werden". Schulrat Gerald Zimmermann, der inzwischen die 60 überschritten hat und den Jahreswechsel daheim feiert, wird sich 2011 beruflich vor allem verstärkt für die Sekundarschulen im Bördekreis einsetzen, "das ist hier und heute versprochen".

Aus dem Berufsleben längst ausgeschieden ist Otto Zeitke (86), aber deswegen nicht weniger umtriebig. Das soll heißen, dass der renommierte Schriftsteller und sachkundige Ortschronist 2011 an einem weiteren, dann seinem 15. (!) Buch arbeiten wird. "Und das natürlich bei guter Gesundheit", verriet der liebenswerte Wolmirstedter und hält für alle einen guten Tipp parat: "Das Leben muss Spaß machen, dann klappt es nicht nur mit der Gesundheit, dann geht einem alles viel leichter von der Hand, aber nicht nur, wenn man bereits jenseits der 80 ist."

Rudolf Giersch, Vorsitzender des Tierschutzvereins, hat auch für 2011 eine Vielzahl von Wünschen. Und der engagierte Tierschützer wird nicht müde, auch wenn er sich seit Jahren da gern wiederholt, sich besonders für die Tiere stark zu machen.

Und genau in diese Richtung äußerte er auch gestern Vormittag seine konkreten Wünsche: "Das Bewusstsein für die Tiere muss in der Bevölkerung weiter verstärkt und ausgebaut werden." Rudolf Giersch appelliert daran, dass, wenn man sich 2011 ein Tier anschafft, auch ein großes Stück Verantwortung übernimmt. "Das ist aber nicht bei jedem so, sonst würde es die Tierheime nämlich nicht geben."

 

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