Wolmirstedt ( cl ). Auf der letzten Verbandsversammlung des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes gab es am Mittwoch noch dreizehn Tagesordnungspunkte, die von den Verbandsvertretern abgearbeitet werden mussten.

So wurde unter anderem die Übertragung der Aufgabe der Niederschlagswasserbeseitigung in der Gemeinde Rogätz auf den WWAZ besiegelt. Dessen Geschäftsführer Frank Wichmann hob noch einmal hervor, dass dies nur möglich war, weil alle Beteiligten an einem Strang zogen.

Hätte die Gemeinde die Aufgabe weiterhin selbst wahrgenommen, betrüge die kostendeckende Gebühr ab 2011 rein rechnerisch 60 Cent pro Quadratmeter. Dies sollte verhindert werden.

Das Rogätzer Gemeinderatsmitglied Hans-Peter Schröder schlug daher vor, die Aufgabe auf ein Fachunternehmen zu übertragen, das sämtliche Technik vorhält und hatte dabei den WWAZ im Blick. Dieser verfüge über das Know-how und kann mit weniger Kosten die gleiche Leistung erbringen. Außerdem habe der WWAZ den Vorteil, dass er die Leistung ohne Umsatzsteuer anbieten kann und auch deshalb um einige Prozent preiswerter sei. Die Einsparung könne an die Bürger weitergereicht werden. Die Idee fand breite Zustimmung im Gemeinderat.

Durch die Aufgabenübertragung können nun jährlich einige tausend Euro gespart werden. Gemeinsam mit der Verwaltung der Verbandsgemeinde Elbe-Heide und der Kommunalaufsicht wurde binnen kürzester Zeit die vertragliche Umsetzung vorbereitet. Wichmann betonte, dass das flexible und engagierte Handeln aller Beteiligten dazu geführt hat, dass man den Einwohnern aus Rogätz die guten Konditionen des Kapitalmarkts weiterreichen könnte. Hier wurde nicht viel geredet oder zerredet, sondern gehandelt, resümiert er.

Ein angenehmer Nebeneffekt sei übrigens, dass die Gemeinde Rogätz das Anlagevermögen vom WWAZ bezahlt bekommt und so kurzfristig knapp 200 000 Euro für andere kommunale Aufgaben frei werden. Etwa ein Zehntel davon wird dem WWAZ übrigens zur Ratenzahlung nachgelassen. So stützt auch die Gemeinde die Gebühr. Durch die gute und schnelle Zusammenarbeit kann der Geschäftsführer des WWAZ der Verbandsversammlung im Januar vorschlagen, die Gebühr in Rogätz weiterhin bei 52 Cent pro Quadratmeter zu belassen.