Wolmirstedt ( cl ). Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk erhalten die Eigenheimbesitzer von Wolmirstedt, Mose, Elbeu und Farsleben am 1. Januar 2011. Mit diesem Datum beginnt nämlich der neue Kalkulationszeitraum für die Niederschlagswassergebühr. Und die wird – so hat es der Stadtrat Ende voriger Woche beschlossen – von 83 auf 75 Cent pro Quadratmeter sinken.

Vor dem Beschluss der Neukalkulation hatte sich Finanzausschussvorsitzender Martin Stichnoth allerdings noch das Wort erbeten. Der CDU-Abgeordnete wollte wissen, welchen Stand es bei der Prüfung der Übertragung für die Niederschlagswasserbeseitigung an den WWAZ gäbe.

Bürgermeister Dr. Zander erklärte, dass man vom Geschäftsführer des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes ein Angebot vorliegen hätte. Er bat allerdings darum, dass die Räte zuerst und wegen des zeitlichen Rahmens der Neukalkulation von der Stadt zustimmen. " Dann können wir in Ruhe über das Angebot reden und für dessen Prüfung eventuell auch eine Arbeitsgruppe bilden. Schließlich reden wir über einen großen Teil des städtischen Vermögens ", so Zander.

Die Übertragung der Niederschlagswasserbeseitigung ginge damit einher, die dazugehörigen Anlagen, die zum städtischen Vermögen gehören, an den WWAZ zu verkaufen. Das würde, besonders in der Phase der Haushaltskonsolidierung, einen nicht unerheblichen Gelbetrag für das Stadtsäckel bringen.

Die Räte stimmten Zander zu, dass es dazu noch Beratungsbedarf gibt. " Außerdem wollen wir den Bürgern den Überschuss, den sie erwirtschaftet haben, auch selbst zurückgeben ", machte Zander eine Anspielung auf den Grund der Gebührensenkung. Die war durch die Anrechnung eines Überhang-Betrages zustande gekommen ( Volksstimme berichtete ).

Die Räte lehnten allerdings ab, eine eigene Arbeitsgruppe zu dieser Thematik zu gründen. Stattdessen soll in der nächsten Beratungsfolge in den Fraktionen und Ausschüssen darüber diskutiert werden.