Wolmirstedt. Trotz allen guten Willens, nicht immer liegt das passende Geschenk unter dem Weihnachtsbaum. So geschehen sicherlich auch wieder am vergangenen Freitag. Dem dem einen passt der Pullover nicht, der andere hat das Buch schon gelesen oder fi ndet die grünen Socken einfach nur hässlich. Kein Problem, denken viele, tauschen wir das Geschenk eben um. Doch ein Recht auf Umtausch gibt es nicht.

Zumindestens in Wolmirstedt muss man sich deshalb aber keine ernsthaften Gedanken machen, wie eine, wenn auch wenig repräsentative, Umfrage zeigte. Denn vor dem Verkaufscenter in der Rogätzer Straße, wo wahllos, gezielt Passanten befragt wurden, gab es bei der Frage nach falsch platzierten Geschenken nur ein bestimmendes Kopfschütteln.

So auch bei Claudia Kübler, 39 : " Was unseren Sohn Ben, 5 Jahre, betraf, so hat er schon Wochen vor Weihnachten seine Wünsche geäußert, die wir dem Weihnachtsmann weiterreichten. Der hat die Liste sauber abgearbeitet, genauso wie mein Mann. Von dem wünschte ich mir unter anderem einen Radio-Wecker, der mir seit dem 25. nun gute Dienste leistet. "

Elke Stiergat, 63, war sich schon lange vor dem Weihnachtsfest recht sicher, auch 2010 nichts falsch zu machen : " Mein Mann und ich brauchen nämlich nichts. Und wenn wir einen Wunsch haben, erfüllen wir ihn uns gemeinsam. Na, und bei den Enkeln wissen wir nicht erst seit gestern, dass man mit Geld eigentlich immer ins Schwarze trifft. Das war diesmal nicht anders. "

" Alle Jahre wieder ", so verrät Herbert Waschk, 64, " liegen wir in der Familie mit den Geschenken stets goldrichtig. Parfüm für meine Frau und für mich ein paar gute Zigaretten. " Und wie uns der Wolmirstedter wissen ließ, wird sich dies auch in den kommenden Jahren nicht wirklich ändern. "

Ralf Krebs, 44, aus Colbitz, war zwar gestern auch zum Einkauf in Wolmirstedt, aber nicht um zu tauschen, sondern um sich für den Jahreswechsel einzudecken : " Was dagegen Weihnachten betraf, waren wir schon lange vor dem Fest reichlich beschenkt. Denn wir haben mit Pelle, sieben Monate, und Emma, 4 Jahre, zwei liebe und gesunde Kinder. " Wobei Emma schon genau wusste, was der Weihnachtsmann diesmal bringen sollte. Nämlich eine Barbypuppe und eine Schere. Wobei, so verriet der stolze Papa, die Kleine mit der Schere schon sehr kunstvoll umgehen kann. Was er dann auch mit seinem Geschenk, einer Spielgelrefl exkamera, im Bild festhielt.