"Hurra, ich bin ein Schulkind und nicht mehr klein." Der Übergang von der Kita in die Schule ist nicht nur für die Kinder ein großer Schritt. Um diesen Wechsel für die Mädchen und Jungen so angenehm wie möglich zu gestalten, schlossen Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander und Diesterweg-Schulleiterin Petra Heimlich mit den Kita-Trägern einen Kooperationsvertrag ab.

Wolmirstedt. "Berücksichtige die Individualität deiner Schüler!" Das Zitat auf der Titelseite des "Konzeptes zur Gestaltung des Übergangs der Kinder vom Elementar- zum Primarbereich" ist für Petra Heimlich seit Jahren ein Motto, das sie gern mit Leben füllt. Deshalb hat die Schulleiterin der Diesterweg-Grundschule jetzt mit Vertretern der Kita-Träger und dem Bürgermeister einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

"Die Kinder sollen möglichst wenig Brüche in der Entwicklung haben. Wir wollen ihre individuellen Fähigkeiten fördern und nutzen dazu den Erfahrungsschatz aus der Kita", so die Pädagogin.

Petra Bierotte, als Vertreterin der Einrichtungen der Sozialen Bürgerinitiative Glindenberg gGmbH vor Ort, begrüßt das Konzept. "Vor allem, weil die Kinder beim Verlassen des Kindergartens ja schon einen sehr wichtigen Entwicklungsschritt hinter sich haben."

Ziel des Papiers ist es nicht nur, Gespräche zwischen den Eltern, Erziehern und Lehrern zu fördern. Sondern auch, den betroffenen Mädchen und Jungen mögliche Ängste vor dem "Abenteuer Schule" zu nehmen. Das ist keine neue Entwicklung, gab es doch bisher schon eine gute Zusammenarbeit zwischen den Kitas und der Grundschule. So, wie es auch im Schulgesetz und dem Rahmenplan zur zeitlichen Gestaltung des Übergangs vorgesehen ist. Diese Frist betrifft den Zeitraum zwischen der Anmeldung der Kinder und der Einschulung.

"Haben die Eltern ihr Einverständnis gegeben, können sich die Kontaktlehrer regelmäßig an den Kindertageseinrichtungen über die Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder informieren", so Petra Heimlich. "Denn die Kinder sind nicht nur von der Größe , sondern auch von der Persönlichkeit her unterschiedlich gewachsen", hat die Schulleiterin im Laufe ihres Berufslebens festgestellt.

Zu den Maßnahmen des Konzeptes gehört unter anderem der immer ab November stattfindende ABC-Club. Bei diesem monatlichen und freiwilligen Treffen können Kinder und ihre Eltern die Lernumgebung sowie künftige Mitschüler und Lehrer kennenlernen. Für die Pädagogen von Kitas und Schule findet einmal jährlich eine Beratungsrunde statt, außerdem werden die Knirpse und ihre Erzieher zu den schulischen Festen eingeladen.

Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander begrüßte die Kooperationsvereinbarung. Vor allem, weil die Stadt Träger der Grundschule ist. "Als bekennender Großvater werde ich das auch mit nach Hamburg nehmen", versprach er, schon bevor er unterschrieben hatte.