Von Regina Malsch

Landkreis Börde. Kreisdezernent Dietrich Bredthauer hat den Umwelt- und Wirtschaftsausschuss des Kreises über die Auflösung des Zweckverbandes "Naturpark Colbitz-Letzlinger Heide" informiert. Was vor mehr als zehn Jahren mit großem Engagement durch eine kleinen Gruppe von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Vertretern von Naturschutzverbänden aus der Taufe gehoben wurde, habe nicht die notwendige Akzeptanz in der Öffentlichkeit gefunden.

"Offensichtlich fühlen sich die Kommunen rund um die Heide in ihren Entscheidungen eingeschränkt", so Bredthauer. Ausschussmitglied Ralf Ganzer bedauert dies sehr, weil "etwas Gutes daraus hätte werden können". Die Abwicklung ist laut Kreisdezernent mit keinen Problemen verbunden, weil der Verband keine Verpflichtungen eingegangen ist. Das Guthaben beläuft sich auf lediglich 6500 Euro und wird aufgeteilt.

Die Idee des Zweckverbandes war es, die Colbitz-Letzlinger Heide auf rund 28 000 Hektar zu einem Naturpark gemäß Paragraph 21 des Landesnaturschutzgesetzes zu entwickeln. Neben dem Truppenübungsplatz im Kern sollten die Heideflächen auf mindestens 5 000 Hektar gesichert werden.

Dazu hatte man sich vorgenommen, die Aufforstung mit nichtstandortgerechten Baumarten und den Bau befestigter Straßen zu verhindern. Die touristische Erschließung sollte unter Beachtung des Landschafts- und Naturschutzes und im Einklang mit der Trinkwassergewinnung für mehr als 600 000 Menschen erfolgen. Dies alles hätte eine enge Zusammenarbeit mit dem Zweckverband erfordert.