Gutenswegen. Im Bördemuseum Ummendorf ist eine Bauernstube mit schwarzer Küche zu besichtigen, es informiert über Landtechnik vom Pflug bis zur Dampflokomobile. Und es zeigt eine bördetypische Kleidung. Museumsleiter Dr. Thomas Ruppel wird heute auf der dritten heimatgeschichtlichen Konferenz in Gutenswegen (Beginn: 15 Uhr) über Trachten der Börde sprechen.

Die mehrstündige Veranstaltung will Besonderheiten im nordwestlichen Kreisgebiet herausarbeiten. Es geht um die heidnischen Kultstätten bei Klein Ammensleben und im Gersdorfer Kessel, die Sonnenlinie zwischen Gutenswegen und Ackendorf, alte Flurnamen und ihre Bedeutung. Thema ist die Sagenwelt der Börde. Als Referenten konnten neben Thomas Ruppel, Kreisdenkmalpfleger Erhard Jahn (Wolmirstedt), die Ortschronisten Burkhard Gehrke (Klein Ammensleben) und Lothar Chelvier (Gutenswegen) gewonnen werden. Es sprechen der Groß Ammensleber Historiker Dr. Wilfried Lübeck sowie Dr. Eckart Sickel, Jürgen Kanstorf und Klaus Lange. Ausführungen macht der Freizeitpädagoge Lars Hunold aus Klein Ammensleben. Die Veranstaltung moderiert Dr. Rüdiger Pfeiffer, Präsident der Kulturhistorischen Gesellschaft Groß Ammensleben. Landrat Thomas Webel spricht ein Grußwort. Das tat er schon vor drei Jahren bei der letzten Auflage der heimatgeschichtlichen Konferenz. Webel war gekommen, um das hochmotivierte und häufig ehrenamtliche Engagement der Ortschronisten und Heimatforscher zu würdigen. "Sie sind so etwas wie unser Gedächtnis", führte er damals aus. Geistige als auch materielle Zeugnisse der Lebens-, Alltags- und Festkultur vergangener Zeiten gehörten zu den bewahrenswerten Gütern. "Sie vermitteln uns Einblicke in Lebensumstände, Freuden und Nöte, um daraus Schlüsse für unsere Zukunft ziehen zu können."

Die zweite heimatgeschichtliche Konferenz im März 2007 rückte die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu Liedern und Tänzen der Region in den Vordergrund.