Zörbig (dap) l Als Listenverbindung Freie Wähler Anhalt-Bitterfeld wollen die einzelnen regionalen Wählergemeinschaften und Bürgerinitiativen bei der Kreistagswahl 2014 antreten. Das ist das Ergebnis des 2. Regionaltreffens am Freitagabend in Zörbig. Neben den Freien Wählern Zerbst und der Wählergemeinschaft "Bürger für Zörbig" nahmen daran ebenfalls die Bürgerinitiative Anhalt-Köthen, die Initiative Freie Wähler Bitterfeld-Wolfen, die Wählerliste Sport, die Freie Wählergemeinschaft Südliches Anhalt sowie die Wählergemeinschaft Kinder, Jugend und Familie (WKJF) Muldestausee sowie die Kreistagsfraktion Freie Wähler Anhalt-Bitterfeld teil.

Anregend gestaltete sich die Debatte zur Themensetzung für die nächsten Wahlen. Die Herabsetzung der Hürden und Quoren bei Bürgerbegehren und -entscheiden bildete einen Aspekt, mit dem sich die Runde auseinandersetzte. Angesprochen wurde ebenfalls die Kinderbetreuung - eine Aufgabe, die in die Städte und Gemeinden gehöre und nicht wie es das neue Kinderförderungsgesetz vorsieht zum Landkreis. Zu den beleuchteten Punkten gehörte zudem die drohende Schließung kleiner Grundschulen, die nicht zugelassen werden soll, sowie die Müllentsorgung, die gerade im Raum Zerbst immer wieder zu regen Diskussionen führt. Müllvermeidung und -trennung müsse belohnt werden, hieß es. Zugleich wurden effizientere Arbeitsweisen gefordert, um Bürger mit Gebühren zu entlasten. Darüber hinaus ging es unter anderem um die Unterstützung der Bürgerinitiativen gegen den Wasserpfennig und den Zwangsanschluss ans Niederschlagswasser sowie die Beendigung des Ausbaus und der Zerstörung der Naturlandschaften durch Windkraftanlagen.

Das nächste Regionaltreffen findet Anfang April in Bitterfeld-Wolfen statt, im Mai ist ein weiteres in Zerbst geplant, wie Mario Rudolf, Initiator des Treffens informiert.