Vor 400 Jahren bestieg die Romanow-Dynastie den russischen Zarenthron. Die Anhalt-Zerbster Prinzessin Sophie Auguste Friederike verband als Zarin Katharina II. Anhalt und das russische Zarengeschlecht.

Zerbst l "Letztes Jahr haben wir 800 Jahre Anhalt gefeiert, dieses Jahr steht ein neues Jubiläum im Kalender - 400 Jahre Haus Romanow. Diese beiden Dynastien sind sehr eng miteinander verbunden. Die beste Vertreterin ist die Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst, die später zur russischen Zarin Ekaterina Alekseevna Romanowa wurde." Das sagt Wladimir Teslenko. Der Zerbster war jetzt Teilnehmer der großen, hochkarätig besuchten Jubiläumsfeierlichkeiten in St. Petersburg.

Die Romanows sind die bekannteste russische Dynastie. Mit Michail Fjodorowitsch Romanow kommt 1613 ihr erster Vertreter auf den Zarenthron, auf dem sich die Romanows mehr als 300 Jahre halten.

Dass er die Ehre hatte, in St. Petersburg dabei zu sein, habe, so Wladimir Teslenko, seine Vorgeschichte am 14. September 2012. Da war der Mitbegründer des Internationalen Fördervereins "Katharina II." und Mitinitiator unter anderem der Sammlung "Katharina II." unter den Gratulanten zum 100. Geburtstag des Barons Eduard von Falz-Fein in Vaduz (Liechtenstein). Beide verbindet seit über 20 Jahren eine enge Freundschaft. Unter anderem hat Falz-Fein die Entstehung der Sammlung mit bedeutenden Exponaten unterstützt.

"Beim Geburtstag habe ich auch Fürst Nikita Lobanov-Rostovskij kennengelernt", erzählt der Zerbster. Dem Nachkommen der vor den Romanows herrschenden Dynastie Rurik, einem Vertreter der russischen Intelligenz im Ausland und großem Kunstsammler, berichtete Wladimir Teslenko von den bisherigen Aktivitäten um Katharina II. in Zerbst. Der Fürst habe nicht nur ermutigt, damit weiter zu machen, sondern meinte auch, dass, was in Zerbst passiere, international bekannt gemacht werden müsse. Zum Beispiel auf Treffen wie diesem zum Romanow-Jubiläum, zu dem Teslenko deshalb eingeladen wurde.

Im mehrtägigen Festprogramm, zu dem unter anderem eine Kranzniederlegung an den Gräbern der Romanows auf der St. Peter-und-Paul-Festung und eine große Konzertgala gehörte, konnte Wladimir Teslenko Zerbst und die Katharina-Aktivitäten, "die nur mit Unterstützung der Stadt und vieler Leute in Zerbst realisierbar sind", auf einer Pressekonferenz und vor allem mit einer Rede auf dem großen Festempfang bekannt machen. "Danach bin ich von ganz vielen Leuten angesprochen worden, die begeistert waren, auch mögliche Unterstützung zugesagt haben", erzählt er. Als eine Vision ist dabei auch die einer Filiale der Eremitage im Zerbster Schloss entstanden.

Geredet hat Wladimir Teslenko, Gespräche geführt, Informationsmaterial verteilt. "Ich glaube, das war erfolgreich für Zerbst", so sein Resümee. "Für diesen Einsatz kann man sich nur bedanken", findet Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD), dem er vom Aufenthalt in St. Petersburg berichtete. Ein zum Jubiläum erschienenes Magazin mit einem großen Teslenko-Beitrag über Zerbst und ein Modell des St. Petersburger Katharina-Denkmals gab es für den Bürgermeister. Mitgebracht hat Wladimir Teslenko unter anderem auch einen neuen, einem Original nachempfundenen Orden für das neue Kleid Katharinas II. Fördervereinsvorsitzende Tatyana Nindel hatte es zur Einweihung der Katharina-Route in Zerbst im September 2012 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.