Das Ende ist in Sicht: Heute fallen die Baugerüste am Wohnblock Breitestein 22 bis 28. 40 Wohnungen wurden saniert, das Gebäude bekam vier Fahrstühle.

Zerbst l Die Zerbster Wohnungsbaugenossenschaft Frohe Zukunft baut seit 13 Monaten den Block Breitestein 22 bis 28 Um. 17 der 50 Wohnungen waren leer, 23 Mieter nahmen die Bau-Beschwerlichkeiten auf sich und blieben. Sie vor allem freuen sich, dass heute die Baugerüste fallen, dass Ende April alle vier neuen Fahrstühle in Betrieb gehen und der "große Dreck" im Haus damit ein Ende findet.

Rund zwei Millionen Euro investiert die WG in diesen 1978 errichteten Betonplattenbau. "Wir möchten unseren Mietern ermöglichen, so lange es geht in der gewohnten Umgebung wohnen zu können", begründet WH-Geschäftsführer Knuth Jacob die Investition. Die Fahrstühle werden sieben Haltepunkte haben, so dass jede Ebene des Fünfgeschossers "rollatorgerecht" erreichbar wird. Des weiteren wurden Bäder und Heizung erneuert und die Balkone deutlich verbreitert. "Mit 1,65 Metern ist das jetzt eine sehr komfortable Lösung", meint Jacob. Die Balkone können auch vollverglast werden.

Dem Bauen und der Farbgebung werden nun noch die Gestaltung der Außenanlagen und das Herstellen eines zweiten Rettungsweges folgen. Künftig kann die Feuerwehr auch über die Balkone in Wohnungen gelangen.

Im Inneren herrscht ein freundliches Milieu. Es fällt schwer, sich an die zuvor tristen Flure zu erinnern. "Wir schauen ganz genau, wo der Bedarf liegt und wie groß er ist. Aktuell läuft eine Befragung, ob und bis zu welcher Höhe weiter saniert werden sollte. Möglicherweise käme auch der Nachbarblock für eine derartige Modernisierung in Frage."

Die WG unterhält 1460 Wohnungen in Zerbst, Lindau und Steutz. Die Einstiegsmiete liegt bei knapp über fünf Euro pro Quadratmeter. Jacob macht eine steigende Nachfrage unter Bewohnern von Eigenheimsieglungen aus, die - in die Jahre gekommen und vielleicht nun alleinstehend - sich für derartigen Wohnraum interessieren.