Grimme/Nedlitz lIn den vergangenen Jahren ist zunehmend eine Massenvermehrung bestimmter Schmetterlingsarten zu beobachten. Dazu gehören vor allem Arten der Eichenfraßgesellschaften wozu unter anderem der große und kleine Eichenfrostspanner, der Eichenwickler und der Eichenprozessionsspinner gehören.

Mit der zunehmenden Vermehrung geht auch eine Beschädigung der hiesigen Eichenbestände einher. Die für das Umweltgleichgewicht wichtigen Bäume werden schwer beschädigt oder sterben sogar ab.

Dem soll entgegengewirkt werden, gibt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld bekannt. Im Auftrag der Landesverwaltung soll ein Pflanzenschutzmittel mittels eines rotorbetriebenen Flugzeuges über den Wäldern verteilt werden. Aufgrund der Großflächigkeit und der spezifischen Befallsituation ist eine solche Methode möglich und auch nötig.

Im Zerbster Umland soll das vor allem Gebiete in den Gemarkungen Grimme und Nedlitz betreffen. Wer sich für die ganz genauen Flächen interessiert, hat die Möglichkeit über die untere Forstbehörde Einsicht in die Unterlagen zu nehmen.

Dafür wird eine Terminvereinbarung empfohlen. Diese ist Montag und Freitag in Zerbst möglich unter (03923) 702942, an allen Wochentagen kann aber auch über das Sekretariat in Köthen ein Termin vereinbart werden unter (03496) 603010.

"Ein genauer Termin der Befliegung steht noch nicht fest", kann Andreas Rößler, Leiter Forstbehörde des Landkreises, sagen. Anberaumt ist ein Zeitpunkt zwischen Ende April und Anfang Juni. "Es muss vieles stimmen. Der Wind - es darf nicht stürmen, es darf nicht regnen und der Laubaustrieb muss erfolgt sein, denn ansonsten werden auch keine Raupen fressen", erklärt er weiter, denn die Bekämpfung muss in einem bestimmten Entwicklungsstadium stattfinden. "Ist ein fester Termin gefunden, werden wir es rechtzeitig in der Tagespresse ankündigen."

Außerdem werden am Tag der Schädlingsbekämpfung und weitere 48 Stunden danach die betroffenen Waldgebiete durch das Landeszentrum Wald abgesperrt. "Das Betreten, Befahren und Reiten auf den Flächen sowie der Aufenthalt ist im Zeitraum während der Sperrung, welche durch das Betreuungsforstamt Nedlitz vorort mittels Signalband und Sperrschild gekennzeichnet werden, verboten", heißt es in der offiziellen Bekanntmachung des Landkreises.