Auf der Zerbster Breite residiert auch in der Adventszeit 2010 ein stattlicher Weihnachtsbaum. Die Geschäftsleute der Breite sind stolz auf den Baum – weil er die eigenen Bemühungen um weihnachtliches Ambiente komplettiert.

Zerbst. Vor genau zehn Jahren begannen die Händler, Gewerbetreibenden und Geschäftsleute der Breite in Zerbst, ihre Straße aus eingenen Mitteln weihnachtlich zu dekorieren. "Wir haben das im Jahr 2000 begonnen und sukzessive erweitert. Mittlerweile reichen die Lichterketten vom vorderen bis zum hinteren Ende", erzählt Geschäftsmann Edwin Sperling. In manchen Jahren trafen sich die Breite-.Geschäftsleute auch zu einem Glühwein, doch dies blieb eher sporadisch.

Der Beleuchtung steht seit einigen Jahren kontinuierlich ein Weihnachtsbaum zur Seite. "Wir hatten bei der Stadt nachgefragt, ob denn die Breite nicht auch zum Advent einen stattlichen Baum aufgestellt bekommen könnte. Immerhin ist dies ja hier schon von alters her ein traditionelles Zentrum der Stadt und heutzutage erst recht. Es gab dort auch gar kein langes Überlegen, und seither errichtet der Bauhof auch uns jährlich einen schönen Baum, wofür wir an der Stelle auch gern einmal danken möchten", freuen sich die Breite-Anwohner um Edwin Sperling.

"Wir sind hier wie eine Familie", schwärmt er. Ein Beispiel: Wenn dem einen das Kleingeld aus der Kasse quillt, wird hinüber- und herübergefragt, und schon ist das Problem aus der Welt. "Einer braucht es immer, und wir sparen uns das Einrollen und zur Bank bringen."

Auch während der bevorstehenden Sonntags-Öffnungszeiten am 12. und 19. Dezember steht die Breite breit da. "Mir ist nicht bekannt, dass einer nicht mitmacht", meint Sperling jüngst, als die Gemeinschaft sich zu einer Tasse Glühwein am Baum einfand. Das Treffen war zwar ein wenig für die Volksstimme arrangiert, dennoch "eigentlich eine gute Idee zur Wiederholung".

An vier Sonntagen im Jahr dürfen Geschäfte zu einem "besonderen Anlass" ihre Ladentüren öffnen. Die Stadt genehmigt dies auf Einzelantrag oder in Form einer Allgemeinverfügung. "Bei Letzterem wird für ganze Bereiche allgemein verbindlich genehmigt, dass an aufgeführten Sonntagen geöffnet sein darf", so Rathaussprecher Jan Hädrich. Am 12. und 19. Dezember werden neben den Geschäften auf der Breite (14 bis 17 Uhr) auch die Geschäfte auf dem Markt, der Alten Brücke und der Fritz-Brandt-Straße geöffnet haben. Am 12. Dezember hat zudem die Dessauer Straße 53-55 geöffnet, am 19. die Jütrichauer Straße 23. Die Geschäftsleute können ihre Türen zwischen 13 und 18 Uhr öffnen.