Zerbst. Passiert in der Schule ein Unfall, sind sie zur Stelle. Sie schauen, wo Gefahrenquellen lauern, achten auf die Gesundheitsvorbeugung im Sanitärbereich – Schulsanitäter haben alle Hände voll zu tun. Das gilt auch für die 19 Schüler des Francisceums, die seit diesem Jahr in der Arbeitsgemeinschaft Schulsanitätsdienst mitmachen.

"Im Vordergrund steht die Erste Hilfe", erklärt Liane Liensdorf, Koordinierungslehrerin der AG. Fünft- bis Elftklässler machen beim Schul-sanitätsdienst mit, so dass in beiden Häusern der Schule junge Sanitäter bald auf die Gesundheit ihrer Mitschüler achten können – in vielerlei Hinsicht. Denn neben der Versorgung von Verletzten machen Schulsanitäter Gefahrenquellen aus und machen auf die Einhaltung gewisser Hygienestandards aufmerksam – wie dem Händewaschen nach dem Toilettenbesuch.

Doch wer helfen will, braucht entsprechendes Material dazu. Deshalb erhielt die AG gestern vom Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbandes Wittenberg, dem Initiator dieses Projektes, Besuch. Im Gepäck hatten Thomas Vier und Christine Seiffert ein Jugendrotkreuz-Starterpaket mit vielen nützlichen Utensilien. Zum Beispiel verfügt die AG nun über Warnwesten und T-Shirts, die sie auf den ersten Blick als Schulsanitäter auszeichnen. Verbandsmaterial, ein Sanikasten und eine Sanitasche waren auch dabei. Und jede Menge Schulungsmaterial. "Denn ohne Theorie geht es nicht", betont Vier.

Doch nicht nur das Jugendrotkreuz und die Schüler sind engagiert. Auch die Eltern helfen, Materialien zu sammeln und die Bären-Apotheke in Lindau hilft ebenfalls.

Einsatzpremiere werden die jungen Sanitäter beim Franz-Münnich-Lauf im Mai haben. Bis dahin werden sie fit sein, um kleine und größere Unfälle problemlos behandeln zu können.