Mitglieder des "Deutsch-Rusischen Hilfeswerkes zur Heiligen Alexandra" aus Leipzig besuchten am Wochenende die Stadt Zerbst. Alexandra steht für die letzte russische Zarin, und Zerbst interessierte natürlich vor allem wegen Katharina II.

Zerbst l "Wir sind beeindruckt und begeistert, welche großen Leistungen bei der Sicherung und der Belebung des Zerbster Schlosses in den letzten Jahren vollbracht wurden", erklärt Nadja Oppenländer unmittelbar nach einer Führung durch dieses historische Gebäude. Sie ist die Geschäftsführerin des Vereins "Deutsch-Russisches Hilfswerk zur Heiligen Alexandra" in Leipzig. Namensgeberin des 2000 gegründeten Vereins ist die letzte russische Zarin Alexandra Fjodorowna, geborene Prinzessin von Hessen Darmstadt (1872-1918). Deren Gesinnung und Taten wurden zum Symbol für eine enge Verbindung zwischen Russland und Deutschland.

Nadja Oppenländer nahm schon als Gast an der Einweihung des Katharina-Denkmals 2010 in Zerbst teil. "Nun sind wir mit einer Gruppe von Vereinsmitgliedern sowie Jugendlichen aus dem russischen Armawir (Region Krasnodar) nach Zerbst gekommen, die bei uns eine Woche Sprachausbildung absolvieren und sich dann in einem von uns organisierten Ferienlager erholen", erzählt die Geschäftsführerin.

Das Programm, bei dem sie von Wladimir Teslenko vom Internationalen Förderverein "Katharina II." Zerbst begleitet wurden, beinhaltete den Besuch des Zerbster Schlosses, des Schlossgartens und des Katharina-Denkmals sowie der Sammlung "Katharina die Große". Gleichzeitig diente die Exkursion der ersten Kontaktaufnahme zwischen dem Förderverein "Katharina II." und dem Hilfswerk.

Nicht nur im Deutsch-Russischen Jahr 2012/13 "Gemeinsam die Zukunft gestalten" setzten sich "unsere beiden Vereine neben der Würdigung unserer Patroninnen insbesondere auch für die Förderung von Toleranz und Integration ein", hob Nadja Oppenländer hervor. Deshalb, so Nadja Oppenländer und Wladimir Teslenko, werden sich beide Vorstände über einen Erfahrungaustausch verständigen, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auf bestimmten Gebieten zu beraten.

Das Russisch-Deutsche Hilfswerk unterstützt unter anderem Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion im Alltag und bietet ihnen ein weitgespanntes kulturelles Freizeitprogramm mit Kursen, Projekten und Veranstaltungen an.

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