Der Tag des Ehrenamtes ist jenen gewidmet, die sich freiwillig für die Gesellschaft einbringen. Auf solch uneigennützige Frauen und Männer kann die Volkssolidarität in all ihren Ortsgruppen (OG) zählen. Um ihren nicht selbstverständlichen Einsatz zu würdigen, findet im Bereich Anhalt-Zerbst des Regionalverbandes Elbe-Saale alljährlich eine Dankeschönveranstaltung statt. In dieser Woche nun war es wieder soweit.

Zerbst. Zahlreiche Ortsgruppenvertreter aus dem Bereich des Altkreises Anhalt-Zerbst hatten sich am Dienstag in der Begegnungsstätte "Nord" eingefunden. Die weiteste Anreise nach Zerbst hatten die Oranienbaumer. Daneben ließ sich die Roßlauer Ecke genauso wenig die geselligen Stunden entgehen wie die Frauen und Männer aus inzwischen zum Jerichower Land zählenden Orten wie Ladeburg und Leitzkau.

Sie alle begrüßte Verbands-koordinatorin Ursula Friedrich zu einem gemütlichen Vormittag, der dazu diene, "allen rührigen Ehrenamtlern Danke zu sagen". In das Dankeschön bezog sie neben den Vorständen ausdrücklich jeden mit ein, der sich für die Volkssolidarität engagiert. Sie sei immer wieder über deren Einsatz überwältigt, gestand Ursula Friedrich.

Dem konnte sich Belinda Biging nur anschließen. "Die Volkssolidarität ist eine Erfolgsgeschichte von Menschen für Menschen", betonte die Geschäftsführerin des Regionalverbandes Elbe-Saale, zu dem der Anhalt-Zerbster Bereich gehört. Wohlwissend, was dahinter steckt, äußerte sie Respekt und Dank für die geleistete Arbeit.

In Anerkennung genau dieses Engagements sind an dem Tag mehrere Mitstreiter ausgezeichnet worden. So wurden Adeltraud Schmidt (OG Steutz) und Inge Rautmann (OG Reuden) jeweils mit der silbernen Solidaritätsnadel der Volkssolidarität geehrt. Die Ehrennadel in Bronze erhielten Bärbel Thiele (OG Schora) und Christa Giese (OG 11 Zerbst). Außerdem durften sich insgesamt 23 Frauen und Männer über eine Ehrenurkunde freuen.

Zugleich nutzte Belinda Biging die Veranstaltung, um auf eine negative Entwicklung aufmerksam zu machen, die die Volkssolidarität erfasst hat. "Die Austritte sind mit den Neuwerbungen nicht auszugleichen", erklärte sie. Es vergehe kaum ein Tag, an dem nicht zwei bis drei Kündigungen eintreffen würden. "Wir brauchen Mitglieder", betonte die Geschäftsführerin. Dass das keine leichte Aufgabe ist, war ihr bewusst. "Eine gewisse Entsolidarisierung hat begonnen", hat Belinda Biging festgestellt. Auch das bestehende Vorurteil, dass der Verband nur etwas für ältere Menschen ist, brachte sie vor. Dabei fange das schon bei den Jüngsten an, bemerkte sie hinsichtlich der Kitas, deren Träger die Volkssolidarität ist.

Hinzu kommt die generationsübergreifende Kooperation, die sich beispielsweise in der Patenschaft mit der Zerbster Grundschule an der Stadtmauer äußert. Diese hatte nicht nur mit aus Laubblättern gefertigten Rosen und Glückwunschaufstellern zum 65. Geburtstag der Volkssolidarität für hübschen Tischschmuck gesorgt. Der Schulchor gestaltete ebenfalls ein unterhaltsames Programm.

Die Viertklässlerinnen Lisa Mally und Gina Schwertner übernahmen es, den Geehrten jeweils eine Gerbera zu überreichen. Blumen gab es auch für die übrigen Ortsgruppenvertreter. Jeder durfte sich zur Erinnerung an die Dankeschönveranstaltung eine langstielige Rose mit nach Hause nehmen.

Mit dem Ehrenpreis der Volkssolidarität wird in diesem Jahr die Reise- und Nahverkehrs GmbH Ruthe in Zerbst noch eine besondere Würdigung für ihr Engagement erfahren, kündigte die Vereinigung an. Neben Renate Schulze hatte auch die Firma zur Dankeschönveranstaltung einen finanziellen Zuschuss geleistet, infomierte Ursula Friedrich.

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