Mit dem Haushalt 2011 beschäf-tigten sich die Mitglieder des Ladeburger Ortschaftsrates bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend. Nur für Ladeburg beträgt das Defizit 35 600 Euro.

Ladeburg. "Die Finanzsituation hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht gebessert", begann Karin Georgi aus der Kämmerei in Gommern ihre Ausführungen. Das Gesamtdefizit des Haushalts der Einheitsgemeinde belaufe sich derzeit auf 2,6 Millionen Euro, dabei weise allein der Verwaltungshaushalt einen Fehlbedarf in Höhe von 2,5 Millionen aus. Die fehlenden 100 000 Euro im Vermögenshaushalt scheinen dagegen Peanuts. Das enorme Minus sei auf die Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) zurückzuführen, erläuterte Georgi. Die Reduzierung der allgemeinen Finanzzuweisungen mache den Kommunen zu schaffen. "Ohne Haushaltskonsolidierungskonzept werden wir keinen Haushalt beschließen können", so die Expertin. Nur mit Konsolidierungskonzept werde es vielleicht bis 2019 gelingen, den Haushalt wieder auszugleichen. An dem Konzept arbeite man derzeit.

Es sei schwierig 2,5 Millionen Euro einzusparen. Die Rücklagen wurden schon im vergangenen Jahr verwendet und die noch zur Verfügung stehenden Rücklagen würden zum Ausgleich nicht ausreichen. Der Rotstift wird also zuerst bei den freiwilligen Aufgaben angesetzt. Für die Erhöhung der Kreisumlage habe man zwar schon einen Entwurf vom Landkreis erhalten, aber im Entwurf noch nicht damit gearbeitet.

Einsparungen sind auf jeden Fall bei den Ortschaftsratsmitteln vorgesehen. Hier wird es statt der bisherigen 6,60 Euro je Einwohner nur noch 5 Euro geben. Für Ladeburg wird für die Berechnung eine Einwohnerzahl von 282 herangezogen, was der Ortschaft insgesamt 1 400 Euro für das Dorfleben bringt. Auch werde über eine Anhebung der Gewerbesteuer nachgedacht, die dann von bisher 305 Prozent auf den Landesdurchschnitt von 312,41 Prozent steigen soll.

Konkret den Teilhaushalt Ladeburg betreffend, liegt das Defizit im Verwaltungshaushalt bei 43 000 Euro. Durch das Plus von rund 8 000 Euro im Vermögenshaushalt beläuft sich der Fehlbedarf auf rund 35 000 Euro. Die einzelnen Posten entsprechen zumeist den Ansätzen aus dem Vorjahr. Für die Ortsfeuerwehr ist eine neue Bereifung des Löschfahrzeuges eingeplant. Investiert werden soll außerdem in ein Hohlstrahlrohr. Mit 13 400 Euro schlägt die Sanierung des Ladeburger Gedenksteins zu Buche. Allerdings werden dafür Fördermittel einfließen. Für das bevorstehende Schlachten-Jubiläum 2013 sollen gleich mehrere Gedenksteine der Einheitsgemeinde saniert werden.

Auch ein neuer Zaun am Spielplatz ist mit 1000 Euro für 2011 eingeplant. Die Mittel für die Toreinfahrt am Mühlenberg 2 werden aus diesem Jahr übertragen. Der Auftrag soll auch noch in diesem Jahr ausgelöst werden. Eine Ergänzung wollte Marwitz unbedingt eingearbeitet haben: Für das Vorbereiten des Sportplatzes, damit das Fußballturnier mit Dalchau stattfinden kann, sollten doch wieder die 100 Euro im Plan stehen.

"Wir müssen das Beste aus der Situation machen", fasste der Ortsbürgermeister zusammen. Das Dorffest zum 1. Mai soll trotzdem als Höhepunkt stattfinden, versprach er. Die Ursachen für die Misere seien nicht in der Stadt Gommern zu suchen, wollte Marwitz klar stellen und richtete sein Lob an Annette Schulze und Karin Georgi, die in der Kämmerei hervorragende Arbeit leisten.