Am Sonntag verabschiedete sich die Kirchengemeinde Loburg von ihrem langjährigen Kantor Roland Theuring. In einem Gottesdienst würdigten Pfarrer Georg Struz und Superintendentin Ute Mertens die Arbeit des Kantors.

Von Thomas Höfs

Loburg. Acht Jahre wirkte Roland Theuring als Kantor in Loburg. Der Kantor, sagt er, hat dabei die Aufgabe, den Gottesdienst mit der richtigen Musik zu begleiten. Vor seinem Umzug nach Loburg war Roland Theuring in Magdeburg tätig. Musiziert hat er bereits gern als Kind, sagte er am Sonntag. Aus einem kirchlich geprägten Elternhaus stammend, stand er damals nach der Schule vor der Frage, wie sich seine berufliche Zukunft entwickeln soll. Er habe damals überlegt Ingenieur zu werden, bekannte er. Dann sei er aber Kantor geworden. Eine Berufswahl, die er nicht bereute, schob er nach.

Neben der Orgel, die jeder Kantor als Einstellungsvoraussetzung beherrschen muss, spielt er Trompete und Posaune. Jahrelang war er als Landesposaunenwart im Auftrag der Landeskirche tätig. Dieses zusätzliche Amt gab er aber bereits vor einigen Jahren auf. Das ließ ihm mehr Zeit, sich auf die Aufgabe in Loburg zu konzentrieren. Neben der Auswahl der musikalischen Stücke für den Gottesdienst probte er regelmäßig mit dem Chor und dem Posaunenchor.

Die Arbeit habe ihm immer viel Spaß gemacht. Auch die Mitglieder der Chöre dankten am Sonntag ihrem Kantor für die vergangenen gemeinsamen Jahre.

Daneben hat sich Roland Theuring auch um die Orgel in der Sankt Laurentius-Kirche. Das Musikinstrument sei nicht im besten Zustand gewesen, als er angefangen habe, blickte der 66-Jährige zurück. Eine Sanierung des Instrumentes sei notwenig gewesen. Heute erklingt die Kahrling-Orgel wieder wie zur Zeit ihrer Erbauung, schwärmte er. 1705 erklang sie das erste Mal. Allerdings klinge auf der Orgel nur die Musik aus der damaligen Zeit so richtig schön. Das hänge mit der Stimmung des Instruments zusammen, fügte er hinzu. Deswegen werden auf der Orgel vor allem Komponisten aus der damaligen Zeit gespielt.

Das Weihnachtskonzert wird Roland Theurig Anfang Januar noch leiten. Dann heißt es für ihn den Ruhestand genießen. Was er genau mit der nun vielen Freizeit anfangen werde, darüber habe er sich noch nicht den Kopf zerbrochen, gab er zu. "Ich lasse die Freizeit erst einmal auf mich wirken, dann werde ich sehen", sagte er.