Zerbst (da). Nicht nur im Auto, sondern auch zu Fuß kann es bei glatten Geh- und Fußgängerüberwegen zu Verletzungen kommen.

Das Krankenhaus Anhalt-Zerbst verzeichnet in der Notfallaufnahme in diesen Tagen ein etwa doppelt so hohes Aufkommen an Patienten mit witterungsbedingten Verletzungen als sonst. "Es handelt sich vor allem um Patienten mit Knochenbrüchen, insbesondere am Handgelenk, am Sprunggelenk und im Bereich des Unterschenkels", lässt Frank Friedrichs, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, wissen.

Neben den glättebedingten Stürzen oder Verletzungen beim Schneeräumen sind vor allem Verkehrsunfälle Ursache dieser Verletzungen. "Es kommt im Winter glücklicherweise nicht zu den schwersten Verletzungen, wie sie oft bei Unfällen mit sehr hohen Geschwindigkeiten in der warmen Jahreszeit auftreten, aber doch zu Schleudertraumen, Schädel-Hirn-Traumen sowie Brustkorbprellungen", erklärt Dieter Thielemann, Pressesprecher des Krankenhauses.

Dagegen sind allerdings Unfälle von Kindern beim Wintersport beispielsweise eher noch selten. "Aus Erfahrung der letzten Jahre stellen wir uns aber darauf ein, dass das in den nächsten Tagen und Wochen vermehrt auftreten wird", sagt Thielemann.

Zudem hat die Notfallaufnahme des Krankenhauses auch viel mit fieberhaften Infekten, zum Teil auch schweren Lungenentzündungen zu tun. "Gerade ältere Menschen mit einem schlechten gesundheitlichen Allgemeinzustand haben bei diesem extremen Wetter zu kämpfen und werden häufiger in die Notaufnahme eingewiesen als sonst", informiert der Pressesprecher.