Bärenthoren/Bone l Freitagabend - in Magdeburg geht die Welt unter. Straßen überfluten, Sturm entwurzelt Bäume oder reißt riesige Äste aus den Kronen, die dann die Straßen versperren. Ähnliche Szenen spielen sich in der Kernstadt Zerbst ab.

Auf dem Lande und in den Zerbster Ortschaften sah die Sache schon ein wenig ruhiger aus. Hier kamen nur noch Ausreißer des Unwetters an. So mussten die Wehren Bärenthoren, Garitz, Dobritz, Grimme, Reuden, Nedlitz, Deetz, Zernitz, Lindau, Jütrichau und Bone zwar ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen, doch die Anzahl war überschaubar.

Auf der Straße zwischen Zerbst und Bone sind mehrere Robinien zu Fall gekommen. Eine Durchfahrt wäre für kein Auto mehr möglich gewesen. Hier waren die Boner, Jütrichauer und Zerbster Wehren etwa eine Stunde im Einsatz, um die Straße frei zu räumen. "Auch der Bauhof unterstützte uns dann noch mit einem Tieflader, sonst hätte es vermutlich noch länger gedauert", sagt Bones Ortswehrleiter Manfred Sens. Auch die Garitzer und die Bärenthorener Wehren waren ausgerückt. Bei Bärenthoren hatte es auch einige Bäume erwischt. Die Nedlitzer Wehr war erst falsch alarmiert worden, räumte dann aber noch einige Äste Richtung Schweinitz von der Straße.

In vielen Dörfern kamen an vereinzelten Häusern auch Dachsteine mit runter, die Nachsorge dürfte einige Hausbesitzer am Sonntag auf Trab gehalten haben.

"Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen", bestätigt auch die Leitstelle Anhalt-Bitterfeld. Während in Magdeburg niemand mehr durchkam, gingen hier eine übersichtliche Anzahl an Anrufen ein.

Die Polizei bestätigt, dass sie nur in Zerbst und im Zerbster Umland am Wochenende unterwegs waren. Auch die B184 bei Jütrichau musste zwei Mal abgesperrt und beräumt werden, wo die Polizei mit vor Ort war. Im Rest von Anhalt-Bitterfeld war nichts von Sturm oder Gewittern zu bemerken.

Die Bäume an den Landstraßen, die noch größere Schäden davon getragen haben, aber nicht den Verkehr behindern, werden dann in den nächsten Tagen von der Straßenmeisterei und dem Landesbetrieb Bau begutachtet und weggeräumt.

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