Der Stadtrat tagt morgen um 17 Uhr in der Stadthalle (Katharina-Saal). Auf der Tagesordnung steht die Haushaltssatzung für 2012. Volksstimme-Volontärin Kristin Schulze sprach mit Haupt- und Finanzdezernentin Evelyn Johannes über Einnahmen und Ausgaben der Stadt Zerbst.

Volksstimme: Können Sie die Eckdaten des Haushaltes schon verraten?

Evelyn Johannes: Im Verwaltungshaushalt belaufen sich die Ausgaben auf 28 717 400 Euro, diese Summe nehmen wir auch ein. Im Vermögenshaushalt sind Einnahmen und Ausgaben von 8 258 900 Euro geplant.

Volksstimme: Was ist der Unterschied zwischen Verwaltungs- und Vermögenshaushalt?

Johannes: Das lässt sich gut mit Hilfe der privaten Situation erklären. Zum Verwaltungshaushalt gehören Ausgaben zur Lebenshaltung wie Miete und Betriebskosten. Die laufende Aufgabenerfüllung sozusagen. Auf der Seite der Einnahmen stünde hier beispielsweise der Lohn. Im Vermögenshaushalt werden Investitionen berücksichtigt, zum Beispiel Baumaßnahmen und bewegliches Anlagevermögen, wie etwa ein Feuerwehrauto. Mit 415 800 Euro ist der Erwerb von Anlagevermögen für die Feuerwehr die größte geplante Investition.

Volksstimme: Wie schätzen Sie die Haushaltssatzung für 2012 ein?

Johannes: Ein Luxushaushalt ist es nicht. Aber wir sind nicht im Minusbereich, der Haushalt ist ausgeglichen. Darauf können wir stolz sein. Darum beurteile ich die Satzung positiv.

Volksstimme: Worin wird investiert?

Johannes: Für Investitionen sind wir auf die Fördermittel des Landes angewiesen. Auf jeden Fall wird Geld für Kindertagesstätten und Grundschulen fließen. Insgesamt sind 3 765 700 Euro für 65 Einzelinvestitionen geplant.

Volksstimme: Wann wird der Haushalt verabschiedet?

Johannes: Wir planen das für die erste Sitzung im neuen Jahr Ende Januar. Vorher erfolgt eine Anhörung in den 24 Gemeinden. Der Stadtrat kann den Haushalt dann verabschieden. Klappt das nicht im ersten Anlauf, verzögert sich das Prozedere. Übrigens: Die Sitzung am Mittwoch ist öffentlich. Alle interessierten Bürger können sich die Haushaltsrede anhören und Fragen stellen.