Zerbst (jkd) l "Wenn die Sirene geht, sind alle da", sagt Stadtwehrleiter Jürgen Dornblut mit Blick auf die nahende Silvesternacht. Gemeint sind die rund 600 Kameraden, die in den 27 Ortswehren der Einheitsgemeinde Stadt Zerbst ehrenamtlich tätig sind.

"Wir hoffen natürlich, dass es ruhig und wir im Kreise unserer Familien bleiben können", sagt Dornblut. Ähnlich wie in der Kernstadt waren die vergangenen Jahre auch im Umland relativ ruhig. "Durch Feuerwerkskörper gab es keine Vorfälle. Eher durch Leichtsinn sind Müllcontainer oder ähnliches in Brand geraten." Hier setzt auch die ambitionierte Jugend- und Kinderarbeit der Feuerwehren an - ihren Nachwuchs für dieses Thema sensibilisieren und auch deren Freundeskreis. Aber auch die erwachsenen Kameraden halten sich mit dem Feiern zurück - für den Fall der Fälle.

Sollte doch ein Brand ausbrechen, koordiniert die Stadtwehrleitung die Einsätze. Denn nicht alle Wehren sind ausreichend besetzt. "Dafür ist die Nachbarschaftshilfe da. Wo Hilfe gebraucht wird, wird sie auch da sein." Gezielte Absprachen gibt es jedoch nicht. "Das passiert, wenn der Einsatz notwendig ist. Alle sind eingespielt und es ist selbstverständlich, untereinander zu helfen."