Seit dem 8. November werden im Bereich Klappgasse/Neue Brücke die Schmutzwasserkanäle durch die Firma Strabag im Auftrag des Abwasser- Wasserzweckverbandes (AWZ) Elbe-Fläming saniert bzw. erneuert. Zum Einsatz kommt hier das neue Inliner-Verfahren. Aufgrund der Witterung ruhen die Bauarbeiten momentan, so dass ab heute die Neue Brücke wieder befahren werden kann.

Zerbst. Das Wetter in den letzten Tagen macht auch den Bauarbeitern in der Neuen Brücke zu schaffen. Der ursprünglich geplante Bauabschluss am 20. Dezember kann nicht eingehalten werden. "Die Bauarbeiten im nördlichen Bereich der Neuen Brücke ruhen momentan. Erst wenn eine längere Periode an Plusgraden zu erwarten ist, geht es weiter", erzählt Andreas Barkenthien vom AWZ Elbe-Fläming.

Bis zum weiteren Baufortgang ist die Neue Brücke ab heute für den Durchgangsverkehr wieder geöffnet. "In diesem Jahr wird da wohl nichts mehr passieren", sagt der Bauleiter.

Die Baustelle wurde in zwei Bereiche eingeteilt. Zum einen Klappgasse–Neue Brücke bis zur Nuthe und zum anderen der Bereich Nuthe–Neue Brücke. Während die Arbeiten im südlichen Bereich mit dem Inliner-Verfahren saniert werden, müssen im nördlichen Bereich die Schmutzwasser-kanäle erneuert werden, was einen offenen Kanalgraben zur Folge hat. "Vor dem Baubeginn wurden die Kanäle einer bestimmten Zustandsklasse zugeordnet. Das Inliner-Verfahren kann nur bei halbwegs gut erhaltenen Kanälen zum Einsatz kommen und das war eben hier im Bereich der Klappgasse nicht möglich", weist Barkenthien auf den Unterschied hin.

Der große Vorteil des Inline-Verfahrens ist, dass es witterungsunabhängig ausgeführt werden kann und deshalb am Freitag abgeschlossen wird. Dabei wird ein Schlauch in den Kanal reingezogen und mit warmem Wasser erhärtet. Danach werden die Hausanschlüsse mit einem kleinen Roboter aufgefräst. "Der große Vorteil ist, dass wir die Straßenoberfläche nicht erneuern müssen und es deswegen kaum zu Verkehrsproblemen kommt", erklärt Barkenthien. Der eingezogene Schlauch ist aus Kunststoff und mit Filz beschichtet und wird danach zu einem starren Gebilde. "Es hält genauso lange wie die früheren Kanäle, allerdings waren diese oft schadhaft, was mit dem Schlauch nun ver-hindert wird", macht der Bauleiter auf weitere Vorteile aufmerksam.

Sobald die Bauarbeiten fortgesetzt werden, gilt dann die Vollsperrung wieder. Das Ende der Baumaßnahme kann also nur grob eingeschätzt werden. "Nach Wiederaufnahme der Bauarbeiten wird es wohl noch einen Monat dauern", prophezeit Andreas Barkenthien die noch benö- tigte Bauzeit.