Ab morgen wird an der Haltestelle Domplatz barrierefrei ein- und ausgestiegen. Nach viermonatiger Bauzeit nehmen die MVB ihren neuen Straßenbahnstopp auf dem Breiten Weg in Betrieb. Nur Wartehäuschen und Anzeigetafel lassen noch etwas auf sich warten.

Altstadt l Seit Jahren warten Anwohner auf den Ausbau der Haltestelle an Magdeburgs größtem Touristenmagneten, dem Dom. Denn diese präsentierte sich bislang wenig attraktiv: ein schmaler Streifen, auf dem kaum Platz für Rollstuhl oder Kinderwagen war. Einen Unterstand suchte man bei schlechtem Wetter zudem vergebens. Doch das Warten hat ab morgen um 4.30 Uhr ein Ende.

Lieferprobleme bei Wartehallen

Als letzter Stopp auf der Innenstadtroute entlang des Breiten Wegs ist der Domplatz dann behindertengerecht erschlossen. Außerdem wurden die zuvor versetzt angeordneten Haltestellen jetzt in beiden Richtungen nördlich der Danzstraße parallel erbaut. Seit vergangenem April waren die Baufirmen im Auftrag der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) im Einsatz. Der Bau bei laufendem Betrieb (mit Bahnen im Drei-Minuten-Takt) sowie das Hochwasser ließen die Arbeiten etwas in Verzug geraten. "Wir sind froh darüber, dass diese Haltestelle in der Innenstadt nun barrierefrei ausgebaut und ein leichterer Ein- und Ausstieg möglich ist", erklärt Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin der MVB.

Nur auf die "dynamische Fahrgastinformationsanzeige" sowie die Wartehallen müssen die MVB-Kunden noch etwas länger warten. Wie Pressesprecherin Juliane Kirste erklärt, kommt es zu Verzögerungen beim Aufbau. Der Grund seien Lieferprobleme. Die Wartehallen werden aber bis Ende August aufgebaut, die Anzeigetafeln voraussichtlich innerhalb der nächsten drei Wochen nachträglich montiert, so Kirste. Fast 311000 Euro wurden in den barrierefreien Ausbau investiert.

Barrierefreier Ausbau geht weiter

Dieser wird von der MVB weiter vorangetrieben. "In diesem Jahr ist noch geplant, die Haltestellen Zoo und Verkehrsbetriebe von den MVB sowie die Haltestelle Sohlener Straße stadteinwärts von der Stadt Magdeburg barrierefrei auszubauen", erklärt Juliane Kirste. Die Liste ist aber noch länger. In den kommenden Jahren sollen u.a. Südring, Warschauer Straße sowie der Ausbau der Großen Diesdorfer Straße folgen.