Magdeburg l Zwischen 1200 und 1400 historische Fahrzeuge aus dem Gebiet des einstigen Ostblocks sind am Wochenende zum OMMMA gekommen. OMMMA steht für "Ost-Mobil-Meeting Magdeburg". Die Teilnehmer kamen teilweise auch aus dem Ausland. Vereinsvorsitzender Frank Schuster: "Gerade für einen so kleinen Verein wie den unseren ein echter Kraftakt, darauf können wir stolz sein."

Nicht zuletzt immer wieder neue Schmankerl machen die Veranstaltung interessant: Diesmal gab es eine Stadtrundfahrt im Ikarus-Bus. OMMMA-Mitglied Andreas Tempelhof bringt es auf dem Punkt: "Die Nachfrage war so groß, dass wir den ganzen Tag mit einem Gelenkbus hätten fahren können." Gerade recht kam da wohl das Angebot der IGNah, Herrin über historische Straßenbahnen: Die schickte einen Hechtwagen auf die Strecke, der für die Gäste der OMMMA seine Runden durch die Stadt drehte.

Ein weiterer Höhepunkt ist in diesem Jahr eine historische Modenschau gewesen, die von der Modeschule Magdeburg gestaltet worden ist. Eingebettet war diese Modenschau in eine Präsentation mit einer Auswahl der attraktivsten Fahrzeuge - und jeweils passend zum Jahrzehnt der Herstellung der jeweiligen Fahrzeuge gab es den Eindruck davon, wie sich die Fahrerinnen und Fahrer jener Zeit gekleidet haben mögen.

Frank Schuster freut sich, dass Oberbürgermeister Lutz Trümper sich Zeit für die Veranstaltung genommen hat und deren Bedeutung über die Grenzen der Region festgestellt hat. So etwas macht die Stadt immerhin auch in weiter Ferne bekannt.

Nur wenig Zeit, um offene Fragen zu klären

Dennoch: Es gab auch Reibereien. Frank Schuster spricht davon, dass dringend Gesprächsbedarf mit dem Elbauenpark bestehe. Nach 14 Jahren sei es das erste Mal der Fall gewesen, dass kurz vor dem Beginn der Veranstaltung die Rahmenbedingungen zum Beispiel bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen und der Anmeldung von Fahrzeugen verändert wurden. Frank Schuster macht deutlich: "Als kleiner Verein, der als gemeinnützige Einrichtung keine Gewinne erwirtschaften darf, können wir das nicht leisten." Falls es also ein weiteres Treffen im kommenden Jahr geben soll, müssen noch eine Reihe von Punkten geklärt werden. Andreas Tempelhof macht deutlich: "Dabei drängt sicher auch die Zeit. Denn ein Treffen in der Größenordnung kann man nicht in ein paar Wochen aus dem Boden stemmen. Im Prinzip müssten jetzt die Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung schon beginnen."