Magdeburg l Die künstlerische Gestaltung der Fenster der Johanniskirche durch Max Uhlig nimmt Form an. Die Sparkassenstiftung verspricht 200000 Euro, wenn das Kuratorium zum Wiederaufbau der Kirche die Hälfte durch Spenden aufbringt.

Einen kleinen Eindruck, wie die Uhlig-Fenster einmal das Erscheinungsbild der Kirche verändern werden, konnten die Besucher bei der gestrigen Präsentation bekommen. U.a. war ein kleines Holzmodell aufgebaut, durch das (künstliches) Licht strahlte. Während die sieben Chorfenster auf der Ostseite monochromatisch stilisierte Weinranken zeigen sollen, scheinen die sechs Fenster der Südseite in Flammen zu stehen.

Seit gestern stehen die Chancen sehr gut, dass die Magdeburger bereits im kommenden Jahr die ersten Fenster auch in Originalgröße erleben können. Denn Michael Ermrich, Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und Vorstand der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, konnte die erste große Anschubfinanzierung für das künstlerische Prestigeprojekt verkünden. 200000 Euro wird die Stiftung gemeinsam mit der Sparkasse Magdeburg zuschießen. "Sie bekommen das Geld aber nur, wenn sie selbst 100000 Euro aufbringen", richtete er eine Bedingung an den Vorsitzenden des Kuratoriums für den Wiederaufbau der Johanniskirche, Dieter Scheidemann. Also nur, wenn er und seine Mitstreiter diese Summe durch weitere Spenden aufbringen können, erstrahlen die Fenster in Max Uhligs Farbvisionen.

"Ich hoffe, Sie warten nicht zu lange mit der Ausführung. Schließlich bin ich keine 25 mehr", sagte der renommierte Künstler, der 1937 in Dresden geboren wurde. Er fühle sich aber gerüstet für das Projekt. "Sie sind der Grund dafür, dass wir das Unternehmen unterstützen", bestärkte ihn Michael Ermrich.

Dieter Scheidemann und auch Oberbürgermeister Lutz Trümper, ebenfalls glühender Fan der glühenden Fenster, zeigten sich optimistisch, dass bereits 2014 die ersten Fenster angebracht werden können. "Wir wollen sie Anfang des Jahres in Auftrag geben", sagte Trümper. Denn es gebe bereits mehrere Zusagen für weitere Spenden, so dass die Erfüllung der Stiftungsauflage nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Für alle Fenster werden insgesamt 1,3 Millionen Euro gebraucht.

Informationen zu Möglichkeiten der Unterstützung unter www.mvgm-online.de/johanniskirche/kuratorium

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