Magdeburg l Geballte Literatur gibt es dieses Wochenende beim Kunstfestival "Sinnlichkeit". So geballt, dass der Sonntag, 12. Juli, sogar unter den Titel "Tag der Literatur" gestellt wurde.

Gleich zu Beginn des entsprechenden Programms stellen um 16 Uhr Götz Günther (Gitarre), Johannes Haas (Schlagzeug) und Uli Wittstock (Keyboard/Gesang) als Trio Ulyogo unter Beweis, dass Literatur eben mehr als gedrucktes oder gesprochenes Wort ist. Sie haben die alte Idee von "Jazz und Lyrik" aufgenommen. Weitere Auftritte hat das Trio um 18.05 und 19 Uhr.

Um 16.20 Uhr ist Albrecht Franke mit seinen Erzählungen "Suderode. Das Unsagbare" und "Endzustand" an der Reihe. Der Vorsitzende des Fördervereins der Schriftsteller Magdeburg thematisiert dabei Lazarette und psychiatrische Anstalten.

Jessica Denecke wird ab 16.55 Uhr an der Gitarre begleitet von Ivo Siemonsmeier. Welche Texte sie liest, entscheidet sich oft erst Sekunden vor ihren Auftritt, obwohl ihre Fangemeinde immer wieder gerne den einen oder anderen "Hit" von den beiden hören will, wie Wolfsgeschichte, heißt es in der Ankündigung. Sabine Racz-kowski liest ab 17.30 Uhr aus ihrem Buch "Die rote Schatulle. Kriminalerzählungen" sowie aus "Ihr da", einer Anthologie von Autoren aus und außerhalb der JVA Burg mit einem Entree aus Heinz Kruschels "Gesucht wird die freundliche Welt".

Literarische Segelpassage

Um 18.25 Uhr sind dann Karsten Steinmetz und Katharina Schaare an der Reihe. Der promovierte Literatur- und Politikwissenschaftler liest zunächst aus seinem im Frühjahr erschienenen Debüt-Roman "Doppelspiel zu dritt". Im Anschluss wird es noch eine literarische Segelpassage zusammen mit der Nachwuchsautorin Katharine Schaare geben. Auch wenn Karsten Steinmetz als einer der Vorsitzenden des Vereins Kulturanker tief eingebunden ist ins Festival, sagt er: "Spannend ist ein solcher Ort für Auftritte immer wieder - auch weil er sich immer wieder verändert und es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt."

Herbert Beesten, von Berufs wegen Ingenieur und Unternehmer, moderiert die Veranstaltung und steuert eigene Stücke zum Abend bei.

Preise und Örtlichkeit

"Die neue Sinnlichkeit in der zeitgenössischen Kunst" im ehemaligen Magdeburger Gefängnis befindet sich in der Halberstädter Straße 8, Eingang neben der Ringbrücke an der Sudenburger Wuhne. Öffnungszeiten: Freitag von 16, Sonnabend und Sonntag von 12 bis 22 Uhr (Ausstellung schließt um 21 Uhr). Veranstaltungen: variable. Tagesticket: 8 Euro

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