Nordwest. Gestern Abend ist das große Festwochenende "75 Jahre Junkerssiedlung" mit einem Konzert in der Nordwester Kreuzkirche offiziell eröffnet worden. Der Magdeburger Cantamus-Chor stimmte die Besucher ein.

Zu den Gratulanten gehörte Oberbürgermeister Lutz Tümper. Er wünschte dem Stadtteil vor allem mehr Nachwuchs: "Ohne Kinder gibt es keine Zukunft", so Trümper. Daher sei auch der derzeitige Schulneubau das beste Geschenk für Nordwest. "Texas" sei ein "gut situiertes Wohngebiet". Probleme wie den fehlenden Radweg an der Kreuzung Hugo-Junkers-Allee/Olvenstedter Scheid wolle die Stadt Stück für Stück lösen, versprach der Oberbürgermeister.

Bernd Roth, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Nordwest, sagte: "An diesem Wochenende wollen wir feiern, um die Verbundenheit zu unserem Stadtteil zu fördern." Nach dem Festkonzert verlagerte sich das Geschehen dann Richtung Festzelt am Baumschulenweg, wo für den gestrigen Abend der Auftritt der Band "Stainless" geplant war.

Für heute hat die Siedlergemeinschaft ab 10 Uhr ein buntes Festtreiben zwischen Baumschulenweg und Ostrowskistraße angekündigt. "Vereine und Gewerbetreibende aus dem Stadtteil präsentieren sich. Das Spielmobil, die Feuerwehr Olvenstedt, die Polizei, Volkssolidarität und viele andere werden Stände aufbauen. Außerdem gibt es ein Bungee-Trampolin und wir öffnen einen Trödelmarkt für die Besucher", so Daniel Riecke vom Siedlerverein. "Von 10 bis 13 Uhr werden außerdem geführte Rundgänge über die Baustelle der neuen Grundschule an der Hugo-Junkers-Allee angeboten." Abends wird zum Tanz im Festzelt eingeladen.

Morgen öffnet die Festmeile von 10 bis 17 Uhr, u.a. mit einer Oldtimerausstellung. Die Böhmerwald-Musikanten spielen ab 10.30 Uhr zum Frühschoppen auf.

"75 Jahre Junkerssiedlung - ein guter Grund zum Feiern", sagte Heinz Jäger, einer der "Ureinwohner" der im Volksmund als "Texas" bekannten Siedlung. Er kennt die Geschichte wie heute kaum noch ein Bewohner des Stadtteils. Als Zehnjähriger war er 1937 mit seinen Eltern nach "Texas" gezogen. "Damals war der Holzweg tatsächlich ein Holzweg aus Bohlen, die mit Draht zusammengehalten wurden. Ansonsten überall unbefestigte Wege und Schlamm", erinnerte sich der 84-Jährige.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute gelangen Festbesucher über den gut ausgebauten Holzweg in die Siedlung.