Aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich kamen die Gäste zum ersten Otto-Treffen, einem der Höhepunkte der Werbeaktion für die "Ottostadt Magdeburg". 400 Teilnehmer fanden sich am Sonnabend im Jahrtausendturm im Elbauenpark ein, empfangen u.a. von den beiden Namensgebern: Kaiser Otto I. und Otto von Guericke.

Magdeburg. "Do muoßt hie", hatten die Verwandten vom Münchner Otto Lekies gemeint und ihm zum 75. Geburtstag die Reise nach Magdeburg spendiert. "Da musst du hin", dachten sich auch 399 weitere Männer und Frauen, die jene vier Buchstaben im Ausweis stehen haben. Schon auf dem Weg zum Treffen kamen so manche Ottos ins Gespräch. So wie Otto Ulle aus Eisleben, Otto Stoldt aus Hamburg und Otto Betghe aus Magdeburg, die gemeinsam plaudernd bis zum Jahrtausendturm spazierten. Ottos untereinander verstehen sich eben, egal, woher sie kommen.

Und sie kamen von überall her: Aus Tirol, dem Elsass, aus Hannover und Wilhelmshaven ebenso wie aus Sangerhausen, Möckern, Leipzig, Gernrode und sogar aus Halle. Aus jener Stadt an der Saale angereist mit Ehefrau und Auto war Otto Karg, mit 91 Jahren der älteste Teilnehmer des Treffens. Der jüngste ist zarte sieben Monate alt: Otto Roth. Ihm wurde am Sonnabend von der Otto-von-Guericke-Gesellschaft die Patenschaft verliehen. Denn Ottos Eltern Stefanie und Jens Roth wurden im Juni 2007 als eines von wenigen Paaren im Guericke-Zentrum getraut. Und das von keinem Geringeren als Oberbürgermeister Lutz Trümper, der am Otto-Treffen ebenfalls teilnahm. Zwar hat er keinen Otto im Namen, aber doch einen in der Familie: Großvater Otto und in dessen Namen-Erbfolge Lutz\' älterer Bruder Bernd Heinz Otto.

Zu Gast beim festlichen Bankett war übrigens auch Otto Reutter aus Gardelegen, der einige kurze Couplets der berühmten Kultfigur zum Besten gab. Natürlich unterhielten auch die beiden berühmten Namensgeber Otto I. (Willi Willmann) und Otto von Guericke (Wolfgang Emmrich) ihre Namensvettern im Jahrtausendturm - der eine mit unterhaltsamer Stadtgeschichte, der andere mit interessanten wissenschaftlichen Einblicken. So durften die Ottos zum Tauziehen an den berühmten Halbkugeln antreten.

30000 Einladungen verschickt, 400 Gäste kamen - wie zufrieden sind die Organisatoren mit dieser Resonanz? "Sehr", sagt Olaf Ahrens, Geschäftsführer der Magdeburger Marketing-Gesellschaft: "Auch wenn bei schönem Wetter sicherlich noch mehr Gäste gekommen wären." Doch es gehe nicht nur um das Treffen, betont er, sondern, dass möglichst viele Leute von der Otto-Stadt erfahren und sie besuchen - "egal, ob zum Otto-Treffen oder später."

   

Bilder