Um seinem Ziel, die Düppler Mühle als Wahrzeichen Neu-Olvenstedts zu erhalten, ein Stück näher zu kommen, veranstaltete der Mühlenverein am vergangenen Sonntag ein Literaturfest im Rahmen der Landesliteraturtage.

Neu-Olvenstedt. Gemeinsam mit dem Verein "Spielwagen" und dem Jugendtreff "Mühle", die direkt an der Düppler Mühle zu Hause sind, stellte Rolf-Dieter Weske, Vorsitzender des Mühlenvereins, das Fest auf die Beine. Der engagierte Mühlenretter schlug eifrig die Werbetrommel, sodass trotz schlechten Wetters viele den Weg zur Düppler Mühle fanden.

Um 16 Uhr ging es mit einer Lesung von Siegfried Maaß aus seinem überarbeiteten Buch "Tango in der Düppler Mühle - eine Kindheit in Magdeburg" los. Rolf-Dieter Weske zeigt sich zufrieden: "Der Raum im Jugendtreff an der Mühle war voll. Mehr als 60 Leute sind trotz Regenwetters gekommen. Die Zusammenarbeit zwischen Mühlenverein und Block-Verlag hat super funktioniert. Ich möchte mich beim Spielwagen e.V. und allen Helfern für die Unterstützung herzlich bedanken."

Die Veranstaltung kam auch bei den Gästen gut an, wie eine Besucherin feststellte: "Mir hat besonders die Lesung von Siegfried Maaß gefallen. Erst über dieses Fest sind mein Mann und ich auf die Düppler Mühle aufmerksam geworden." Nach der Lesung stellte sich der Block-Verlag u.a. mit Krimis aus der "Blaulicht-Reihe" vor. Mit Schwein am Spieß, Baumkuchen, Obstwein aus der Altmark und Bier war für die Verpflegung gesorgt. Der Keramikzirkel der Mühlenfreunde bot außerdem hand-gefertigte "Mühlen-Accessoires" zum Verkauf an.

Vom Potential der Mühle ist Rolf-Dieter Weske überzeugt: "Wahrscheinlich ist sie die einzige ihrer Art in einer deutschen Landeshauptstadt." Er glaubt fest daran, dass sie im sanierten Zustand eine neue Attraktion für Magdeburg und seine Touristen sein kann. Die Mühle aus dem Jahr 1846 ist momentan aber noch eine Ruine. Damit sie als Wahrzeichen und Sehenswürdigkeit für Neu-Olvenstedt bekannter für die Öffentlichkeit wird, sind solche Veranstaltungen wie das Literaturfest von großer Bedeutung. Deswegen soll es ähnliche Termine auch in Zukunft geben. Rolf-Dieter Weske dazu: "Wir Mühlenfreunde wollen weiterhin kreative Ideen umsetzen, die dem Erhalt der Mühle dienen." Für November sind zunächst Ausstellungen des Keramikzirkels des Mühlenvereins geplant.

Der nächste wichtige Schritt für die Mühlenfreunde ist die Anerkennung als gemeinnütziger Verein Ende dieses Monats.

 

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