Für den Erhalt des Sportplatzes an der Hugo-Junkers-Allee macht sich die Siedlergemeinschaft Nordwest stark. Die Stadt will die Fläche am liebsten für den Bau von Eigenheimen vermarkten. Die Siedler möchten die Fläche hingegen als Sport- und Festplatz erhalten und sich selbst für eine Umgestaltung des alten Schotterplatzes engagieren.

Nordwest. Die Pläne der Stadt für den alten Sportplatz hinter dem Schulgelände in "Texas" sorgen schon länger für Diskussionen. Oberbürgermeister Lutz Trümper persönlich schlug schon vor Monaten auf einem Bürgerforum in der Siedlungsgaststätte die Empörung der "Texaner" entgegen.

Der Vorstand der Siedlergemeinschaft Nordwest, Sprachrohr der Eigenheimbesitzer im Stadtteil, macht nach seiner jüngsten internen Sitzung erneut öffentlich Druck, den Platz unbebaut zu lassen.

Dafür wollen sich die Siedler aber auch selbst in die Verantwortung nehmen lassen, machte Vorstandsmitglied Daniel Riecke gegenüber der Volksstimme deutlich: "Wir freuen uns über die Fortschritte beim Neubau unserer Grundschule und sehen uns jetzt in der Pflicht, Gespräche mit der Stadtverwaltung und den politischen Vertretern des Stadtrates aufzunehmen, um genug Zeit zu haben, eine endgültige Klärung der weiteren Nutzung des vom Grundstück der Schule ausgegliederten Areals zu erzielen", sagte Riecke.

Ein möglicher Verkauf an "Häuslebauer" bedeute zwar einen Zuzug weiterer Familien. "Jedoch würde auf Grund der unmittelbaren Nachbarschaft zum Kindergarten und zur Schule ein großes Streitpotenzial zwischen den neuen Bewohnern und den genannten Institutionen entstehen, was den positiven Effekt wettmachen würde. Deshalb erteilen wir diesem Vorschlag der Stadtverwaltung eine klare Absage", erklärte Riecke nach der jüngsten Beratung des Siedlervorstands.

Bereits bei früheren Gelegenheiten hatten die Siedler klar gemacht, dass sie die einzige für Sport und Feste nutzbare Fläche in ganz "Texas" erhalten wollen. Daniel Riecke dazu: "Wir sehen mehrere Möglichkeiten für eine Weiternutzung der Fläche durch die Öffentlichkeit, indem man jetzt mit Verwaltung und Politik Ideen prüft und ggf. als Siedlergemeinschaft die Initiative ergreift, mit Dritten Lösungen zu finden, die auch die finanzielle Situation der Kommune mit berücksichtigen."

Der Hintergrund liegt auf der Hand, hatte doch OB Trümper betont, die Stadt würde bei einem entsprechenden Stadtratsbeschluss wohl oder übel auf den Verkauf verzichten müssen, mögliche Umgestaltungspläne müssten die Siedler dann aber auch finanziell aus eigener Kraft oder mit Sponsoren stemmen.

Genau in diese Richtung wollen die Siedler nun weiter vorstoßen. "Wir haben noch keine konkreten Vorstellungen", gibt Vorstandsmitglied Daniel Ricke zu. "Aber wir wollen im gemeinsamen Gespräch Ideen besprechen und abwägen. Möglich wäre eine Begrünung mit Rasen, um die Fläche für Feste im Stadtteil zu nutzen, der Bau eines schon lange benötigten Freiluftreffs für Jugendliche oder gar die Erhaltung oder Aufwertung des vorhandenen Schotterplatzes, um hier sportliche Aktivitäten durchführen zu können."

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