Skurrile, rührende und witzige Geschichten aus dem Frisiersalon werden ab sofort vom Friseurmuseum gesucht. Die schönsten Erlebnisse werden dann von einer Jury ausgewählt.

Stadtfeld-West l Die falsche Haarfarbe in den Strähnen und das kurz vor der lang geplanten Hochzeit? Jugendliche Frisursünden, die man am liebsten aus dem Fotoalbum verbannen möchte? Wohl jeder hat in seinem Leben schon einmal solche oder ähnliche Erfahrungen rund um seine oder ihre geliebte Haarpracht gemacht. Das Friseurmuseum sammelt sie jetzt.

"Es sollen aber natürlich nicht nur negative Geschichten, wie z.B. als man ins Ohr geschnitten wurde, erzählt werden", stellt Museumschefin Barbara Psoch klar. "Wir freuen uns auf viele schöne Anekdoten, die sich im Frisiersalon oder sonst irgendwie mit Haaren zugetragen haben", erklärt sie weiter. Der vergessene Lockenwickler, das Malheur mit dem Glätteisen oder die Beatles-Tolle - alle Geschichten rund um die Frisur werden in den kommenden Wochen von ihr und ihren Mitstreitern gesammelt.

Im März 2012 werden die drei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der neuen Museumsbibliothek alle Einsendungen sichten und beurteilen. Ende April präsentieren die besten Schreiber ihre Geschichten auf einer Abschlussveranstaltung im Friseurmuseum.

Barbara Psoch wird selbstverständlich auch teilnehmen, will aber noch nicht ihr Erlebnis verraten. "Eine relativ kleine Kollegin wurde einmal von einer sehr großen Kundin nach dem Haarschnitt hochgehoben und einmal durch ihren Salon gewirbelt. Einfach, weil sie so glücklich über ihre neue Frisur war", erzählt sie stattdessen eine andere Geschichte.

Ein Besucher bei der Wiedereröffnung des Friseurmuseums, Richard Wilhelm, hatte Barbara Psoch und ihre Vereinskollegen vom "Haar-Verband" e.V. die Idee zu dem Aufruf gegeben. "100 haarige Geschichten" lautete sein Vorschlag, der nun mit Hilfe der Magdeburger in die Tat umgesetzt werden soll.

Wer also solch eine peinliche, lustige oder beglückende Anekdote erzählen kann, sollte diese aufschreiben und ab sofort im Friseurmuseum in der Walbecker Straße 1 abgeben oder einfach per E-Mail an friseurmuseum-md@gmx.de schicken. Die Volksstimme wird einige der eingesandten Geschichten veröffentlichen.