Im Haushalt für das kommende Jahr sind auch einige, teilweise lang ersehnte Investitionen für die Sanierung Stadtfelder Straßen eingeplant.

Stadtfeld-Ost/-West l Der Poker um den kommunalen Haushalt für das kommende Jahr ist in vollem Gange. Die Beschlussvorlage der Verwaltung wurde in den vergangenen Tagen durch die diversen Ausschussgremien gereicht, gestern debattierte der Finanz- und Grundstücksausschuss über das Papier mit mittlerweile 36 Änderungsanträgen. Einige der geplanten Vorhaben betreffen auch die Stadtfelder.

So sieht die Investitionsprioritätenliste für 2012 u.a. die Sanierung gleich drei der Schrotebrücken im "Dichterviertel" vor. Die Überquerungen an der Immermannstraße, der Gerhart-Hauptmann-Straße und der Friesenstraße sollen für jeweils 160000 Euro, insgesamt also fast eine halbe Million Euro, instandgesetzt werden.

Angesichts des drohenden Verkehrschaos in den engen, notorisch zugeparkten Straßen entlang der Schrote plädiert Wolfgang Wähnelt, Fraktionsvorsitzender der Bündnis 90/Grünen, dafür, eine der Brücken erst 2013 anzugehen. "Bei der Sanierung von drei Brücken und den daraus resultierenden Sperrungen besteht die Gefahr, dass es zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Anwohner kommt", erklärt er seine Bedenken.

Dafür müsse man an anderer Stelle aktiv werden, finden Reinhard Stern (CDU) und Jens Rösler (SPD), die gemeinsam darauf drängen, die Maßnahme Grüner Ring an der Künettenmauer am Kavalier VI (130000 Euro) auf das kommende Jahr vorzuziehen. "Der Zustand der mit viel Aufwand sanierten Mauer ist durch Hochwasser und Vandalismus sehr bedenklich", erklären sie.

Für die Emdener, Havelaher und Walbecker Straße in Stadtfeld-West wurden insgesamt 946000 Euro für Ausbaumaßnahmen veranschlagt. Das dürfte besonders die Beimssiedler freuen, die seit Jahren auf bessere Wege im Viertel warten.

Ob der Rotstift bei einer der Maßnahmen angesetzt wird oder alle Sanierungen wie geplant durchgeführt werden, entscheidet sich erst noch im Stadtrat.