Magdeburg l Das Projekt "Tafelmusik" soll fortgesetzt werden. Vor rund einem Jahr wurde es ins Leben gerufen, gekrönt von einem mehrstündigen Konzert im Januar im Opernhaus. Dazu gibt es auch die passende gleichnamige CD. Mitwirkende dabei waren u. a. Jan Josef Liefers und Ulla Meinecke sowie zahlreiche regionale Künstler von Charlies Crew bis Lena Beyerling.

Jetzt planen die Initiatoren um den Zahnarzt Ingo Westphal eine Fortsetzung der Aktion. Ein erstes Treffen gab es bereits. "Es gibt mehrere Ideen für ein weiteres Projekt", verrät Gerald Fuchs, der die Medienarbeit übernommen hat. Details wolle er jedoch nicht verraten, "die werden erst im Januar besprochen". Sicher seien sich jedoch alle, dass man so eine gute Sache unbedingt fortsetzen müsse.

Von der ersten "Tafelmusik"-CD wurden rund 3000 Exemplare verkauft. Der Erlös wurde geteilt: Ein Drittel erhielt die Stadtmission für die Obdachlosenarbeit, ein Drittel wurde gespendet für die Kinderkrebshilfe und die restlichen zehn Prozent dienten der Unterstützung des Fritz-Bennewitz-Archivs. Bei einem Treffen zum Gedenken von Bennewitz war die Idee zur "Tafelmusik" entstanden. Sie sollte Gutes tun für jene, die am schwächsten sind: kranke Kinder und Obdachlose. (Theatermann Bennewitz ist 1995 an Krebs gestorben.)

Doppelt Gutes tun - verschenken und unterstützen

Zwischenzeitlich wurde aus dem Erlös auch an Opfer der Naturkatastrophen von Haiti gespendet, für ein Hilfsprojekt von Hollywood-Star Sean Penn.

Mittlerweile ist es ruhiger geworden um die "Tafelmusik". Doch es gibt noch einige Exemplare dieses wunderbaren Konglomerats aus Musik und rezitierenden Beiträgen. Ansprechend wie unterhaltsam das gesamte Werk.

Und es erfüllt weiterhin einen doppelt guten Zweck: Man kann jemanden damit beschenken und gleichzeitig die Obdachlosenarbeit unterstützen.

Denn was jetzt an Erlös eingenommen wird, kommt ausschließlich der Obdachlosenarbeit/Bahnhofsmission zugute.

Auch wenn die "Tafelmusik"-CDs aus den Auslagen der Geschäfte verschwunden sind, können sie noch erworben werden. Bei der Stadtmission gibt es noch Exemplare dieser besonderen Musiksammlung. Interessenten können sich "täglich von 8 bis 16 Uhr bei uns in der Stadtmission melden", ist von Schwester Erika Tietze zu erfahren. Sie befindet sich in der Leibnizstraße 48.

Unterstützt wird die Obdachlosenhilfe und die Arbeit der Bahnhofsmission, was oftmals zusammengehört. Wer kein Zuhause mehr hat, findet dort Wärme und Hilfe. Gerade zur Weihnachtszeit sollte das nicht vergessen sein.

 

Bilder