17 Adventsmärkte in 16 Stadtteilen - und jeder war wunderschön. Mit einem Test begleiteten Volksstimme und Stadtsparkasse jeden Markt vor Ort. Die schönsten Märkte wurden am Donnerstag im Rathaus ausgezeichnet.

Magdeburg l Als der Ottersleber Heimatverein vor 16 Jahren den ersten Weihnachtsmarkt auf dem Eichplatz veranstaltete, war dies der Beginn einer neuen Tradition, die in deutschen Großstädten ihresgleich sucht. In kaum einer anderen Metropole hat sich die Kultur von Stadtteil-Weihnachtsmärkten so etabliert wie zwischen Alt-Olvenstedt und Pechau.

Zum vierten Mal begutachteten fünf Volksstimme-Redakteure die 17 Weihnachtsmärkte und kamen stets begeistert zurück: Überall haben engagierte Menschen aus Vereinen für besinnliche Stunden vor der eigenen Haustür gesorgt. Das würdigte auch Oberbürgermeister Lutz Trümper, der den Machern der fünf schönsten Adventsmärkte am Donnerstag ganz persönlich dankte: "Gut haben es alle 17 Vereine gemacht und eine Enormes bei der Vorbereitung und Durchführung geleistet. Genau davon lebt ja eine Gemeinde - vom Engagement ihrer Bürger. Die Stadtteil-Weihnachtsmärkte sind ja mehr als nur ein Treffpunkt der Menschen mit den Nachbarn in der Adventszeit. Sie repräsentieren das Ehrenamt vor Ort."

Die Motive der veranstaltenden Vereine ähneln sich. In Ottersleben und Rothensee entstanden die Märkte einst, weil der Weg zum Weihnachtsmarkt in der Innenstadt für manchen zu weit ist. Salbke fing vor sechs Jahren mit den Adventsmärkten an, um den Stadtteil mehr ins Gespräch zu bringen. Die Sudenburger wollten zeigen, welches Potential im Stadtteil und ihren engagiertesten Bewohnern steckt. In Stadtfeld-Ost ist das Weihnachts-Spektakel im Grunde das Ergebnis einer langen vergeblichen Suche nach der großen Bühne für die kleinen Künstler aus den Kitas und Schulen.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadtsparkasse würdigt die Volksstimme mit dem Märkte-Test das Engagement der Macher. Vor allem ideell, denn der Berichterstattung vor und nach den Stadtteil-Märkten räumt die Redaktion viel Platz ein. Aus Sicht von Ralf Zander (IG Sudenburg) ein Grund, sich seinerseits zu bedanken: "Die Berichterstattung zeigt, was überhaupt vor Ort passiert. Und der Wettbewerb ist ein Gewinn für alle - für die Leser, die ihren Stadtteilmarkt einordnen können und für die Macher, denen so eine öffentliche Anerkennung ausgesprochen wird."

Mit 1000 Euro Preisgeld für die Vereinskassen hilft die Sparkasse ihrerseits, dass es auch 2012 wieder vielerorts in Magdeburg Budenzauber geben dürfte.