19196 Euro sparte die Stadt durch die Schließung des Kinder- und Jugendhauses "Werder" bereits ein. 10490 Euro davon wurden für das Graffitiprojekt zur Gestaltung der Lärmschutzwand am Magdeburger Ring eingesetzt - sagt jedenfalls die Stadt.

Werder l Für die Sach- und Projektkosten für das Kinder- und Jugendhaus (KJH) "Werder" waren im vergangenen Jahr 11400 Euro im Haushalt der Stadt veranschlagt. Bis zur Schließung Ende Juni 2011 wurden davon etwa 910 Euro verbraucht. Die Restmittel in Höhe von 10490 Euro investierte die Stadt in das Graffitiprojekt zur Gestaltung der Lärmschutzwand am Magdeburger Ring, heißt es in einer Stellungnahme von Sozialbeigeordneten Hans-Werner Brüning.

Stadtrat Oliver Müller (Fraktion Die Linke) hatte eine Kostenaufstellung für den Leerstand sowie eine Gegenüberstellung der weggefallenen Betriebskosten und der angefallenen Leerstandskosten in der Stadtratssitzung im Februar gefordert. Müller will auf Nachfrage im Jugendamt erfahren haben, dass die Leerstandskosten identisch mit den Betriebskosten des KJH sind. Dem widersprach nun sein Parteikollege Brüning, denn nicht nur im Bereich der Sachkosten konnte die Stadt ein Plus verzeichnen, auch bei den eingeplanten Betriebs- und Nebenkosten wurden 8706 Euro eingespart. Über die Verwendung dieser Mittel schweigt sich Brüning allerdings aus.

Der Verkauf des Grundstücks war am 8. Dezember im Stadtrat beschlossen worden. Doch bis heute ist das Haus nicht verkauft worden. Nach Angaben des Fachbereiches Liegenschaftsservice laufen die Verhandlungen noch immer.