Seit Anfang Juli wird das brachliegende Grundstück am Zuckerbusch erschlossen. Zukünftig sollen ihr 33 Eigenheime einen Platz finden. Doch eine Frage ist offen, wo sollen zukünftig die Kinder im neuen Wohngebiet spielen, denn zwischen Anna-Ebert-Brücke und Lidl fehlt es an Spielmöglichkeiten.

Cracau l Seit Anfang Juli entsteht zwischen Zuckerbusch und Bördelandhalle ein neues Wohngebiet. Zurzeit wird das brachliegende Gelände erschlossen. Unter anderen werden Gas-, Strom- und Wasserleitungen im Akkord verlegt, denn spätestens Ende Oktober sollen die ersten Häuslebauer mit dem Bau ihres Eigenheimes beginnen können.

Während der Grundstückseigentümer, die Elba Real Estate GmbH, noch nach Interessierten für seine freien Parzellen sucht, diskutiert derzeit die Stadt, wo denn zukünftig zwischen Anna-Ebert-Brücke und Lidl die Kinder spielen sollen.

Der rechtsverbindliche Bebauungsplan für dieses Gebiet sieht im Grenzbereich des neuen Wohngebietes zum Gelände des Friedhofes Brückfeld die Errichtung eines öffentlichen Spielplatzes auf einer Fläche von 500 Quadratmetern vor.

Der Stadt liegt seit vergangenem Jahr ein Antrag der Elba Real Estate GmbH vor, den Bebauungsplan dahingehend zu ändern, dass auf diesen Spielplatz verzichtet wird und die entsprechende Fläche dem angrenzenden Mischgebiet zugeordnet wird.Damit könne eine weitere Eigenheimparzelle mit 500 Quadratmetern entstehen. Die Firma begründet ihren Antrag damit, dass in unmittelbarem Umfeld des Gebietes ausreichend Spielflächen vorhanden seien, wie z.B. in der Herweghstraße. Weiter heißt es in dem Schreiben: "Der Eigenbetrieb Stadtgarten (SFM) stößt bereits jetzt an finanzielle Grenzen bei der Unterhaltung und Pflege der vorhandenen Spielplätze, aufgrund des geplanten großzügigen Zuschnitts der Grundstücke stehen ausreichend Grün- und Spielflächen in den Hausgärten zur Verfügung."

Laut Stadt soll die Elba Real Estate den Bau eines Spielplatzes auf der Grünfläche östlich der Käseglocke befürworten und die Kosten anteilig für 500 Quadratmeter übernehmen. Der SFM würde eine solche Änderung mittragen, da hierdurch insgesamt ein größerer Spielplatz realisiert werden könnte, der für Kinder attraktiver wäre.

In einem Papier, was kürzlich auf dem Tisch des Oberbürgermeisters lag, wird jedoch von der Stadtverwaltung befürwortet, den Änderungsantrag abzulehnen. Begründung: "In der Diskussion zum städtebaulichen Vertrag für das Gebiet des Spielplatzes hat sich im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr gezeigt, dass neben einem Spielplatz für größere Kinder und Jugendliche an der ¿Käseglocke\' auch ein Kleinkinderspielplatz im neuen Baugebiet als notwendig angesehen wird. Neben der Spielfunktion und gefahrlosen Erreichbarkeit bietet er als quartiersbezogener Treffpunkt Gelegenheit zum zwanglosen Zusammenkommen und dient somit auch der Integration hinzugezogener Baufamilien", heißt es im Papier.

Im Gespräch mit der Volksstimme war der Grundstückseigentümer von der Empfehlung, den Antrag abzulehnen, überrascht. Immerhin hatte man den Antrag erst nach einem Gespräch mit der Stadt eingereicht und die soll sich, laut dem Eigentümer, ebenfalls für eine Änderung ausgesprochen haben.

Eine Abstandszahlung für den Bau eines Spielplatzes in Höhe von 52000 Euro hat die Elba Real Estate schon an die Stadt geleistet, sonst wäre die Erschließung des Baugebietes nicht möglich gewesen.

Am 6. September wird der Stadtrat über die Änderung des Bebauungsplanes entscheiden.