Bülstringen (jk). In einer Hühnermastanlage in Büls-tringen (Landkreis Börde) sind etwa 117000 Tiere verendet, wie erst gestern bekannt wurde. Der Vorfall hatte sich bereits am vergangenen Freitag ereignet.

Vermutlich wegen eines Gewitters war es im Umspannwerk Haldensleben zu Störungen gekommen, teilte ein Mitarbeiter von E.on Avacon mit. Dadurch sei es in der Mastanlage, die sich etwa fünf Kilometer von der Kreisstadt entfernt befindet, zu Stromschwankungen gekommen, in deren Folge die Lüftungstechnik innerhalb der Mastanlage ausfiel, so dass die Tiere erstickten.

Die Kriminalpolizei stellte vor Ort keine Einbruchsspuren fest und schließt daher eine Straftat aus. Allerdings ist noch unklar, weshalb das Notstromaggregat der Anlage nicht ansprang und deshalb kein Alarmsignal an die Mitarbeiter der Anlage übermittelt wurde. In diesem Zusammenhang ermittelt jetzt das Veterinäramt des Landkreises Börde. Auch das Gewerbeaufsichtsamt wurde über den Vorgang informiert.

Die verendeten Tiere wurden am Sonnabend in einer Tierkörperbeseitigungsanlage im Jerichower Land entsorgt. Bei dem Vorfall entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 350000 Euro, da die Tiere bereits schlachtreif waren.