Magdeburg (dpa). Die Gegner des Verschlussprojektes für das Atomendlager Morsleben können ab 13. Oktober ihre Einwände vorbringen. Das gab das Umweltministerium Sachsen-Anhalts als zuständige Behörde für das Planfeststellungsverfahren gestern in Magdeburg bekannt. Diejenigen, die rechtzeitig sogenannte Einwendungen eingereicht haben, können ihre Bedenken darlegen. In dem Endlager sind etwa 37000 Kubikmeter niedrig- und mittelradioaktive Abfälle gelagert. Nach einer Klage von Naturschützern wird seit 1998 kein Müll mehr eingelagert. Insgesamt gibt es 13000 Einwendungen.

Die Stilllegung war vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) 1997 beantragt worden. Es plant, das unterirdische Endlager fast vollständig mit Beton zu füllen. Die Abfälle sollen so sicher und dauerhaft unter Tage eingeschlossen werden. Gegner der Stilllegung haben vor allem Zweifel an der Sicherheit des Verfahrens.

Für die Erörterung sind vorerst vier Wochen eingeplant. Sie soll in der Motorsportarena Oschersleben (Börde) stattfinden. Danach wird das Ministerium seine Prüfung fortsetzen, sagte eine Sprecherin. Wann über die Genehmigung zur Stilllegung entschieden wird, stehe noch nicht fest. Falls sie erteilt wird, dauert die eigentliche Schließung des Endlagers nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz noch einmal 15 bis 20 Jahre.