Der Pflegefall ist eingetreten, wer kann helfen? Annegret Seehaus von der Volkssolidarität und Diana Gerlach von der Compass Private Pflegeberatung antworteten auf die zahlreichen Leserfragen.

Frage: Unsere Kinder besitzen ein Haus. Müssen sie das verkaufen, wenn ich einmal ins Heim gehe, und mein Geld dafür nicht reicht?
Antwort: Diese Sorge ist sicher zunächst unbegründet, vor allem wenn Ihre Kinder selbst in ihrem Haus wohnen und eventuell auch noch Kredite abzuzahlen sind. Wenn Ihr Geld für einen Heimplatz nicht ausreichen sollte, können Sie einen Antrag auf finanzielle Unterstützung beim Sozialamt stellen. Das wiederum prüft dann, ob überhaupt und wenn ja, in welcher Höhe Ihre Kinder zur Begleichung der Kosten herangezogen werden können.

Frage: Ich habe Pflegestufe I, mein Mann hat keine Pflegestufe. Da wir nicht zusammen in ein Heim ziehen können, wollen wir unsere Wohnung wenigstens altersgerecht umbauen. Gibt es dafür einen Zuschuss zu den Kosten?
Antwort: Ja. Sie können bei Ihrer Pflegekasse einen Zuschuss für Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen formlos schriftlich beantragen – beispielsweise wenn Sie die Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche tauschen oder innerhalb der Wohnung Türschwellen beseitigen lassen wollen. Es gibt maximal 2.557 Euro für ein und dieselbe Maßnahme.

Frage: Was ist, wenn ich einmal nicht mehr in der Lage bin, meine Angelegenheiten selbst zu regeln?
Antwort: Für solch einen Fall ist es gut, wenn man mit den Kindern oder auch mit einer anderen Person seines Vertrauens gesprochen hat und diese eine Vorsorgevollmacht beziehungsweise eine Betreuungsverfügung haben. Sie sollten auch über eine eigene Patientenverfügung nachdenken, damit im Fall der Fälle alles in Ihrem Sinne geschieht.

Lesen Sie weitere Fragen und Antworten in der Ausgabe Ihrer Volksstimme vom Mittwoch, 14. Dezember!