Magdeburg (ri) l Die Selbsthilfegruppe für Eltern behinderter Kinder und bei der Lebenshilfe engagierte Eltern haben gemeinsam mit Politikern der Linksfraktion eine Musterpetition zur außerschulischen Betreuung erarbeitet. Hintergrund: Zwar schreibt das Schulgesetz vor, dass auch behinderte Kinder nachmittags und in den Ferien betreut werden müssen. Bis Mitte des Jahres allerdings war dies aufgrund langer Unterrichts- und Förderzeiten an den Förderschulen aber nicht im Rahmen von Horten notwendig. Dies änderte sich mit einem Erlass aus dem Kultusministerium, mit dem die Schulzeiten verändert wurden. Inzwischen ist zwar in der Landesregierung vereinbart, dass für Notfälle Lösungen gefunden werden sollen. Dies ändere allerdings nichts an der generellen Problematik, sind sich die Initiatoren einig. Birke Bull ist bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke und Landesvorsitzende der Lebenshilfe. Sie sagt: "Bislang bekommen wir aus der Verwaltung oft zu hören, dass kein großer Bedarf zur schulnahen Hortbetreuung für Kinder mit Behinderung bestehe. Mit der Petition könnten die Eltern ihren Bedarf auch gegenüber dem Landesparlament dokumentieren." Die Musterpetition soll über den Landesverband der Lebenshilfe verteilt werden und steht auf der Internetseite der Selbsthilfegruppe zum Download bereit.