Salzwedel (me) l Bei Bauarbeiten an der Salzwedeler Kramstraße sind die Überreste eines alten Stadttores gefunden worden. Es stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 1150 und 1200. Diesen Schluss lassen historische Karten zu, in denen in diesem Bereich eine Befestigungsanlage eingezeichnet ist.

Als kleine Sensation bezeichnete Grabungsleiter Torsten Müller eine sogenannte Lichtnische in der Tormauer. Darin ist vermutlich eine Öllampe abgestellt worden, die den Passanten bei Dunkelheit Licht spendete.

Die Archäologen haben an der Tormauer einen großen Feldstein gefunden, der verhindern sollte, dass Fuhrwerke gegen das Mauerwerk fahren, erklärte Müller. Vor dem Tor, allerdings noch 40 Zentimeter tiefer, sind die Archäologen auf Teile eines Bohlenwegs gestoßen. Auf diese Weise sei in dieser Zeit die Fahrbahn befestigt worden. Noch 30 Zentimeter darunter entdeckten die Grabungsmitarbeiter einen Knüppeldamm, er ist die älteste Befestigung der Kramstraße.