Die Arendseer Sparkassenfiliale ist gestern Nachmittag überfallen worden. Dabei hat ein Bewaffneter einen vermutlich vierstelligen Geldbetrag erbeutet. Der Täter flüchtete mit einem Auto. Die Polizei ermittelt.

Arendsee l Aufregung in Arendsee: Ein Mann hat gestern gegen 15.45 Uhr die Sparkassenfiliale überfallen und dabei nach Polizeiangaben einen vierstelligen Bargeldbetrag erbeutet. Mitarbeiter kamen allem Augenschein nach nicht zu Schaden. Der Täter konnte mit einem in der Nähe der Bank abgestellten Wagen flüchten. Wo das Auto stand und in welche Richtung es fuhr, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren und warnt vor dem Bewaffneten.

Ohne Umschweife, augenscheinlich geplant und zielgerichtet, soll der 1,75 bis 1,80 Meter große Mann den Kassenbereich angesteuert und mit einem waffenartigen Gegenstand, vermutlich eine Pistole, Bares gefordert haben. Der Aufforderung kam die Kassiererin nach, händigte dem Unbekannten das Geld aus, der wenig später mit einem Auto die Flucht ergriff. Kaum war der Alarm ausgelöst worden, da eilten auch schon aus allen Himmelsrichtungen Polizeibeamte herbei. In die Fahndung, die sich gestern bis in die späten Abendstunden im nahen und weiteren Bereich von Arendsee erstreckte, wurden Kräfte der umliegenden Dienststellen einbezogen. Mit größter Vorsicht durchsuchten sie Arendsee und Umgebung.

"Die Person ist bewaffnet. Wir können die Situation noch nicht einschätzen", berichtete Markus Saul, Leiter des Salzwedeler Reviereinsatzdienstes, am Abend auf Volksstimme-Nachfrage. Er rät deshalb zur Vorsicht. Von dem Fluchtwagen sei bislang weder Farbe noch Fabrikat oder Kennzeichen bekannt, erklärte Saul. Der schnauzbärtige Räuber soll allerdings schlank und gepflegt gewirkt haben. Er sei nicht maskiert gewesen, habe hellbraune Schuhe, dunkelblaue Jeans sowie eine gleichfarbige Sportjacke getragen.

"Die Mitarbeiter sind wohlauf, aber aufgeregt", sagte Andreas Störmer, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Altmark-West. "Das steckt man nicht einfach weg." Die Angestellten seien angewiesen, bei Überfällen nicht den Helden zu spielen. Seitens der Sparkasse werde darauf geachtet, ob die betroffenen Mitarbeiter psychologische Hilfe brauchen, so Störmer.

Zeugen des Vorfalls werden gesucht. Hinweise auf den Täter nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.