Magdeburg (sj) l Krebspatienten der AOK Sachsen-Anhalt aus Halle und Umgebung können künftig ohne aufwendige Rücksprachen mit ihrer Kasse die sogenannte PET-CT-Diagnostik in Anspruch nehmen.

Das sieht ein gestern unterzeichneter Vertrag zur integrierten Versorgung zwischen Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA), der AOK Sachsen-Anhalt und der Praxis für Fusionierte Bildgebung in Halle vor.

PET-CT steht dabei für Positronen-Emissions-Tomografie/Computertomografie und ist eine Kombination aus hochauflösender anatomischer Bildgebung mittels CT und der Information über Stoffwechselprozesse im Körper mittels PET. Die innovative Technologie ermöglicht eine genauere Diagnose bei speziellen Krebserkrankungen wie Lungenkrebs, Darmkrebs oder bösartigen Tumoren des Lymphsystems. Mit Hilfe von PET-CT-Geräten können Therapien zielgenauer festgelegt und deren Erfolg anhand von Stoffwechselveränderungen gemessen werden.

Bisher war dieser Zugangsweg per Überweisungsschein nur an der Universitätsklinik Magdeburg und im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Krankenhaus in Dessau möglich, in Halle mussten die Patienten aufwändige Anträge an die AOK stellen. Mit dem Universitätsklinikum Magdeburg hatte die AOK Sachsen-Anhalt bereits im März einen solchen Versorgungsvertrag geschlossen.

Der neue Vertrag regelt die Vergütung als Pauschale. Damit wird der Verwaltungsaufwand sowohl in der Arztpraxis als auch bei der AOK erheblich reduziert, teilte die KV mit.