Schierke (dapd) l 22 Mal musste die Bergwacht Wernigerode im zu Ende gehenden Jahr zu Noteinsätzen auf dem Brocken und rund um den Gipfel ausrücken. Wie Wolfgang Schökel von der Bergwacht informierte, hätte sich die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren fast halbiert. Als eine Ursache für diese Entwicklung machte er die gute Wintersaison im Januar und Februar mit sehr viel Schnee aus. Bei solcher Witterung passiere weniger als sonst.

Am häufigsten müssten Menschen wegen Herz- und Kreislaufproblemen behandelt werden. Ausflügler berücksichtigten die extremen Witterungsbedingungen auf dem 1142 Meter hohen Gipfel nicht. Nach oft langer Anreise gönnten sie sich keine Ruhe und strapazierten die Leistungsfähigkeit ihres Körpers über Gebühr.

Zunehmend kämen in Notlagen Rettungshubschrauber zum Einsatz. Der Zeitvorteil gegenüber einer traditionellen Hilfe sei enorm, so Schökel. Sechsmal sei das in diesem Jahr der Fall gewesen. Auch ein neuer Motorschlitten verkürze die Zeit vom Hilferuf bis zum Eintreffen der Sanitäter. Bis zu sechsmal im Jahr fielen für die ehrenamtlichen Bergwachtmitarbeiter Wochenenddienste an. Von den 40 Frauen und Männern beteiligten sich 25 aktiv daran.