Bitterfeld-Wolfen (dapd) l Die ostdeutsche Chemie bleibt aus Sicht des Branchenverbands VCI und des Netzwerkes CeChemNet auf Wachstumskurs. "Mit unseren Standorten sind wird krisenfest", sagte der Sprecher des Verbundes von Chemiestandorten CeChemNet und Geschäftsführer der P-D ChemiePark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Matthias Gabriel, gestern in Bitterfeld-Wolfen.

Dem vor zehn Jahren gegründeten Branchennetzwerk gehören in Sachsen-Anhalt der P-D ChemiePark Bitterfeld-Wolfen und die weiteren Standortgesellschaften in Leuna (InfraLeuna GmbH), Schkopau/Böhlen (Value Park Dow Olefinverbund GmbH), Zeitz (Infra-Zeitz Servicegesellschaft mbH) sowie in Brandenburg BASF Schwarzheide GmbH an. Seit Mitte der 1990er Jahre siedelten sich mehr als 600 Unternehmen an den sechs Standorten an. Investiert wurden fast 17 Milliarden Euro. Mehr als 30000 Arbeitsplätze entstanden. Die Chemieparkfläche beträgt insgesamt 5500 Hektar.

Die Chemieparks stehen vor weiteren Investitionen. In Leuna deuteten sich Investitionen von 300 Millionen Euro an. In Zeitz stünden Investitionen im Umfang von 180 Millionen Euro bevor. Dort würden unter anderem beide Altölraffinerien durch eine dritte ergänzt, sagte der Geschäftsführer der Infra-Zeitz, Wolfgang Bauer. Mit Investitionen von 40 bis 50 Millionen Euro entstünden 30 neue Arbeitsplätze.

Nach Angaben des VCI lief das vergangene Jahr besonders gut. Die Zahl der Beschäftigten in der Ost-Chemie wuchs auf Jahressicht um 11,5 Prozent auf 54888, in Deutschland insgesamt um 3,3 Prozent auf 428700. Auch beim Umsatz seien zweistellige Wachstumsraten erreicht worden, sagte Vizeverbands-Geschäftsführer Wolfgang Blümel.