Viele elektrische Heizsysteme versprechen den Hausbesitzern, sehr effizient zu arbeiten. Wie hoch die energetischen Aufwendungen zum Beheizen des Raumes aber tatsächlich sind, hängt vom Heizwärmebedarf des Raumes ab (Größe, Außenwände, Fenster, Undichtigkeiten etc.). Je besser ich einen Raum oder das Gebäude dämme, umso weniger Energie benötige ich auf lange Sicht. Die Anschaffung einer Stromheizung liegt bei der Investition niedrig, weil ich keine großen Umbaumaßnahmen habe. Bei allen anderen Heizsystemen ist die Investition höher! Im Vergleich der Investition ist hier die Pelletheizung am teuersten.

Egal, ob es eine elektrische Fußbodenheizung, ein elektrischer Ölradiator, ein elektrischer Konvektor, ein elektrischer (Bad-)Schnellheizer, ein elektrischer Keramikheizer, ein elektrischer Panel-Heizer (so genannte Wärmewellen) oder sonstige elektrische Heizer sind. Die kleinsten dieser Heizer haben eine Leistung von 0,7 kW, die etwas größeren mobilen Heizer eine Leistung von bis zu 2,5 kW (Ölradiator).

Ausgehend von einem Heizwärmebedarf von schätzungsweise 70 W/m², ist ein Bad mit einer Fläche von 10 Quadratmetern mit ca. 700 Watt (0,7 kW) zu beheizen. Wenn man jetzt den aktuellen aktuellen Strompreis in Magdeburg mit 22 Cent/KWh für Strom annimmt und für Gas den Preis von 8 Cent/KWh zugrunde legt, beträgt der Preis für die Erwärmung des Bades bei Strom 15,4 Cent und bei Gas 5,6 Cent. Somit liegen die Betriebskosten dauerhaft gesehen bei Strom höher.

Bezogen auf die Wohnfläche betragen die Energiekosten bei Strom ca. 1,20 Euro/qmWohnfläche, bei Gas etwa 0,82 Euro/qmWohnfläche, bei Öl 1,11 Euro/qm Wohnfläche und bei Holzpellets 0,82 Euro/qm Wohnfläche.