Magdeburg l Der Landesvorstand der FDP in Sachsen-Anhalt will am Dienstag über Konsequenzen aus der schweren Wahlniederlage beraten. "Wir haben zwar einen Parteitag im November, aber wir wollen morgen über mögliche Konsequenzen im Landesvorstand beraten", kündigte Lydia Hüskens, die stellvertretende Landeschefin der Liberalen an.

"Das Wahlergebnis ist natürlich enttäuschend und bedeutet für uns einen klassischen Neustart", sagte Hüskens. Mit Blick auf den personellen Umbruch auf Bundesebene forderte die FDP-Politikerin, dass eine Debatte um Inhalte folgen müsse. "Wir sind vor vier Jahren mit klaren Aussagen in die Regierung gestartet, haben dann aber versucht, es allen recht zu machen", kritisierte Hüskens. Dafür seien die Liberalen nun abgestraft worden.

Landeschefin Cornelia Pieper erklärte hierzu, die Partei stehe für Chancen- und Leistungsgerechtigkeit und müsse das in ihren inhaltlichen Botschaften wieder mehr zum Ausdruck bringen.

Thema der Beratungen des Landesvorstands soll Hüskens zufolge auch das besonders schlechte Abschneiden der Partei in Sachsen-Anhalt sein. "Eigentlich hatten wir hier immer eine gute Basis", erklärte Hüskens. "Wir müssen nun diskutieren, ob wir eigene Fehler gemacht haben." Über Rücktritte wollte Hüskens allerdings nicht spekulieren.