Bodenfelde (dpa/epd). Die beiden ermordeten Teenager aus dem niedersächsischen Bodenfelde sind möglicherweise Opfer eines Sexualstraftäters geworden. Die Leichen des 13-jährigen Jungen und 14 Jahre alten Mädchens waren am Sonntag nahe beieinander in einem Waldstück am Ortsrand gefunden worden. Sie seien teilweise entkleidet gewesen, sagte Kriminaldirektor Andreas Borchert gestern. Es gebe zudem einen Hinweis aus der Bevölkerung, dass die Kinder aus einem dunklen Auto heraus angesprochen worden seien.

Wie die beiden Jugendlichen zu Tode kamen, wollte die Polizei aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht sagen. Ein Obduktionsergebnis der beiden Leichen liege noch nicht vor, betonte Oberstaatsanwalt Hans Hugo Heimgärtner. Die beiden Jugendlichen hätten keine persönliche Verbindung miteinander gehabt, aber dieselbe Schule besucht. "Daher werden sie sich sicherlich gekannt haben", sagte Heimgärtner. Es sei selten, dass ein Sexualtäter sowohl Mädchen als auch Jungen als Opfer suche, sagte Borchert. Es gebe eine Gruppe von Tätern, die es auf kleine Kinder abgesehen habe, ihnen sei das Geschlecht oft egal.

Rund 500 Mitschüler der ermordeten Jugendlichen werden seit gestern von psychosozialen Notfallversorgern der Johanniter, Schulseelsorgern und der Landesschulbehörde betreut.