Potsdam (dapd). Die 62. Verleihung des Medienpreises Bambi gestern in Potsdam hat mit ein paar Neuheiten aufgewartet. Dem Fußball-Nationalspieler Mesut Özil wurde von der Jury des Burda-Verlags der erstmals vergebene Bambi in der Kategorie "Integration" zugedacht.

Özil sei "ein Vorbild für das Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen", befand die Jury. Özil hatte bei der WM in Südafrika mit der deutschen Nationalelf den dritten Platz geholt. Auch Bundestrainer Joachim Löw und sein Trainerstab wurden dafür gefeiert.

Wohl mit dem Ziel, die Bambi-Gala etwas aufzupeppen, wurde auf das bisherige Showkonzept mit einem festen Moderator verzichtet. Stattdessen reiste "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker aus den USA an und übernahm die Rolle der "Gastgeberin".

Pusthum erhielt der im August gestorbene Regisseur Christoph Schlingensief einen Bambi. Weitere Preisträger waren Rocksänger Udo Lindenberg, die US-Band Gossip, Hollywoodschauspieler Orlando Bloom, Verhaltensforscherin Jane Goodall und der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher.